Von der Quelle bis zur Kloake

Von der Quelle bis zur Kloake

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Die Römer waren wahre Meister im Bau von Wasserleitungen. Eine Sonderausstellung des Vindonissa-Museums in Brugg zeigt verblüffende Ähnlichkeiten mit der heutigen Wasserversorgung.
 
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Das Pont du Gard Äquadukt, welches Nimes mit Wasser versorgte
 
Die Systeme der römischen Wasserversorgung gehören zu den architektonischen Wunderwerken der Antike. Die Ausstellung „Vindonissa Quellfrisch“ zeigt nun, wie gekonnt die Römer die Wasserversorgung auch fernab ihrer Reichshauptstadt organisierten. Am Beispiel des Legionslager Vindonissa und anderer Siedlungen nehmen die Ausstellungsmacher die Besucher mit auf den Weg des Wassers.

Unmengen an Baumaterial

Für den Bau einer römischen Wasserleitung waren Unmengen an Baumaterial nötig. Allein für die Herstellung des wasserdichten Verputzes der 7,3 Kilometer langen Wasserleitung von Lausen BL nach Augusta Raurica BL benötigten die römischen Bauarbeiter rund 600 Kubikmeter Ziegel: Diese Menge hätte ausgereicht, um zwei Fussballfelder zu decken. Über kunstvolle Aquädukt-Brücken transportierten die Leitungen das kostbare Gut zu den Siedlungen. Dort angekommen, sammelten die Ingenieure das Wasser in Türmen, bevor sie es in Druckleitungen zu den öffentlichen Brunnen und privaten Hauhalten leiteten. Am Ende seiner Reise wurde das Abwasser in riesigen Kloaken entsorgt.

Spannende Exponate

Die Besucher der Sonderausstellung erwartet das Plätschern eines nachgebauten römischen Brunnens, sowie  Exponate wie Bleirohre, Wasserspeier aus Bronze und die Handkurbel eines Sodbrunnens. Ausserdem kann man sich auf ein antikes  WC – einer rekonstruierten Latrine – setzen, oder sich das Innere einer römischen Wasserleitung anschauen.
 
Die Ausstellung wurde von Studierenden der ur- und frühgeschichtlichen und provinzialrömischen Archäologie der Universität Basel konzipiert. (mgt)
 

Vindonissa Quellfrisch, 5. August bis 13. November

Adresse: Vindonissa-Museum, Museumsstrasse 1, 5200 Brugg
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag,  13 bis 17 Uhr / Sonntag, 10 bis 17 Uhr