Vom See bis nach Schlieren

Vom See bis nach Schlieren

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Ab 2020 soll die Limmattalbahn Killwangen-Spreitenbach AG mit dem Zürcher Bahnhof Altstetten verbinden. In diesem Zusammenhang wird die Zweier-Tramlinie erweitert. Sie soll künftig über den Bahnhof Altstetten bis nach Schlieren führen.
 
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Schlieren soll mit der Tramlinie aufgewertet werden.
 
Eine Abstimmung der Limmattalbahn mit dem städtischen Tramverkehr sei von zentraler Bedeutung, so Ruth Genner, Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartementes. Mit dem neuen Linienkonzept strebe man einen Ausbau des Bahnhofs Altstetten zu einer kompakten Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs an, und einen markanten Ausbau des ÖV-Angebotes. Heute verkehrt die Zweierlinie zwischen dem Bahnhof Tiefenbrunnen beim See und der Haltestelle Farbhof im Nordwesten der Stadt.  Wird das Konzept umgesetzt, wird der Zweier neu über die Altstetterstrassse zum Bahnhof Altstetten geführt und bis nach Schlieren verlängert. Die Trams werden sollen zwischen Altstetten und Schlieren auf dem Trassee der Limmattalbahn verkehren. Für den verlängerten Zweier ist eine Wendeschleife in der Nähe des Bahnhofs Schlieren vorgesehen. Wo sich die Endhaltestelle der Limmattalbahn beim Bahnhof Altstetten befinden wird, steht allerdings noch nicht fest.

Oerlikon lässt grüssen

Das neue Verkehrskonzept bezeichnet Genner als „grosse Chance für Altstetten. Der dynamisch wachsende Ort werde nicht nur besser an den öffentlichen Verkehr angeschlossen, sondern auch als Quartier aufgewertet. „Was wir in Altstetten planen, ist am ehesten mit dem Ausbau des Bahnhofs Oerlikon vergleichbar“, erklärte die Stadträtin. So hat das Tiefbauamt für ein auf das Linienkonzept abgestimmtes, umfassendes Betriebs- und Gestaltungskonzept für die umliegenden Strassenräume in Altstetten entwickelt.
 
Laut Beat Jörger, Leiter Gebietsmanagement beim Tiefbauamt, erhält Altstetten auf diese Weise eine neue Zentrumszone für Fussgänger. Der Altstetterplatz soll als Aufenthaltsort erhalten bleiben und mit dem Bahnhof einen Umsteigeknoten bilden. Des Weiteren ist geplant, die Tramhaltestelle Lindenplatz in die Altstetterstrase zu verlegen. Die Hohlstrasse bleibt als Hauptverkehrsstrasse bestehen, wird aber ebenfalls umgestaltet. Die Tramlinie Richtung Schlieren wird hier auf einem eigenen Trassee in der Mitte des Strassenraumes geführt. Mit der Umsetzung des Projektes will die Stadt 2017 starten. Das letzte Wort haben allerdings die Stimmberechtigten.
 
Die Gesamtkosten beziffert Jörger auf rund 110 Millionen Franken. - Die Gesamtkosten für die Limmattalbahn belaufen sich laut Dominik Brühwiler, Leiter Verkehrsplanung beim ZVV, nach heutigem Stand auf rund 600 bis 700 Millionen Franken. Daran beteiligten sich auch der Bund und die Kantone Zürich und Aargau. (mai/sda)