Vieles noch in der Schwebe

Vieles noch in der Schwebe

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Das undichte Dach des Kultur- und Kongresszentrums Luzern (KKL) soll für die kommenden 80 Jahre fit gemacht werden. Darum wird es ab Ende März auf einem Teststreifen untersucht und mit einer neuen Beschichtung versehen. Wie viel die Gesamtsanierung des Daches kostet, ist ebenso ungewiss wie die Frage, wer bezahlen muss.
 
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Das Dach des KKL muss nach rund zehn Jahren saniert werden.
 
Ende März wird vor dem KKL ein Gerüstturm aufgestellt, der bis zum Dach hinauf reicht. Er ist für die erste Etappe der Dachsanierung von Jean Nouvels Prestigebau nötig: Zuerst sollen nur 300 Quadratmeter des insgesamt über 12’000 Quadratmeter grossen Dachs geöffnet werden. Dabei will man die Tragfähigkeit der Holzkonstruktion untersuchen. Zudem soll eine Kunststoffschicht - ein Wirrgelege - eingebaut werden, damit das Dach künftig gut durchlüftet wird. Um das Dach abzudichten, wird unter diesem Wirrgelege eine wasserabweisende Haut eingebaut. Dies war an einer Medienkonferenz von heute Donnerstag zu erfahren.
 
Die Kupferbleche sollen im Teststreifen durch ein auf beiden Seiten mit Zinn beschichtetes Kupferblech ersetzt werden. Damit wolle das KKL auch ein Umweltproblem lösen, so Pius Zängerle, Präsident der Trägerstiftung des KKL. Das Zinnmaterial wird verwendet, weil die Kupferabschwemmungen bis anhin den Vierwaldstättersee belasteten und diese damit eingedämmt werden sollen. Das Zinnmaterial soll die Abschwemmung um 90 Prozent verringern. Die Kupferabschwemmungen belasteten den Vierwaldstättersee. Mit der Gesamtsanierung soll das Dach eine Lebensdauer von 80 Jahren erhalten. - Die erste Etappe kostet 600’000 Franken und wird von der Trägerstiftung bezahlt.

Verhandlungen mit über Kosten

Wie viel die Sanierung des gesamten Daches kosten wird, wollte Zängerle noch nicht abschätzen. Er geht davon aus, dass von der tragenden Holzkonstruktion nur einzelne Teile ersetzt werden müssen. Ein Voranschlag sei erst im Sommer möglich. Das KKL steht wegen der Kosten mit der Erbauerin, der Arbeitsgemeinschaft Totalunternehmung (ARGE TU), in Verhandlungen, wie Zängerle erklärte. Diese fänden sowohl auf unternehmerischer wie auch juristischer Ebene statt. Sicher sei, dass das KKL einen Beitrag leisten müsse. Ob und wie viel die ARGE TU berappen wird, ist noch ungewiss.
 
Das KKL ist 2000 fertiggestellt worden. Sein markantes Dach schwebt über 21 Meter über dem Boden und ist mehr als 2400 Tonnen schwer. (mai/sda)
 
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