Viele Neubauten: Mehr freie Wohnungen in Basel

Viele Neubauten: Mehr freie Wohnungen in Basel

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Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in der Region Basel hat sich dank zahlreicher Neubauten leicht entspannt: Im Kanton Basel-Stadt stieg die Leerwohnungsquote innerhalb eines Jahres von 0,2 auf 0,3 Prozent. In Baselland wurde ein Anstieg von 0,3 auf 0,4 Prozent verzeichnet.

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In Basel ist das Angebot an freien Wohnungen von 245 auf 361 gestiegen

In den beiden Basel standen per 1. Juni insgesamt 889 Wohnungen leer. Das sind 207 mehr als vor einem Jahr. In Basel-Stadt stieg das Angebot an freien Wohnungen von 245 auf 361, in Baselland von 427 auf 528, wie das Statistische Amt des Kantons Basel-Stadt mitteilt.

In den letzten Jahren hat sich das Wohnungsangebot in beiden Basel laufend verknappt. Dass nun trotz anhaltendem Bevölkerungswachstum die Leerstandsquote gestiegen ist, wird damit begründet, dass sowohl in Basel-Stadt wie auch in Baselland mehr neue Wohnungen auf den Markt gekommen sind, als durch die steigende Einwohnerzahl benötigt wurden.

1750 neue Wohnungen auf dem Markt

Die Statistiker gehen davon aus, dass ein Logis im Schnitt von zwei Personen bewohnt wird. Bei einem Bevölkerungswachstum von rund 1000 Personen wären im Stadtkanton deshalb 500 neue Wohnungen nötig gewesen. Die Nettoproduktion betrug jedoch 550 Wohnungen. Auch in Baselland lag die Neubauproduktion mit 1200 Einheiten über dem Bedarf für rund 2000 neue Einwohnerinnen und Einwohner.

Die im Basler Präsidialdepartement angesiedelte Abteilung Kantons- und Stadtentwicklung ist zuversichtlich, dass im Stadtkanton auch in Zukunft genug Wohnraum zur Verfügung gestellt werden kann. Dafür müssten aber zusätzliche Areale für Wohnnutzung geöffnet werden, heisst es in einer Mitteilung. Basel- Stadt rechnet bis 2035 mit einem Anstieg der Bevölkerungszahl von heute 197 000 auf 208 000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Mietpreise tiefer als in anderen Grossstädten

Während das Wohnungsangebot in den letzten Jahren in Basel ähnlich knapp war wie in den andern Schweizer Grossstädten, sind die Mieten dort deutlich höher. Gemäss einer Studie des Vergleichsdienstes comparis.ch kostet eine 3,5-Zimmer- Wohnung in Basel im Schnitt 1674 Franken und in Bern 1690 Franken. In Genf müssen dafür jedoch 2029 Franken bezahlt werden und in Zürich gar 2432 Franken.

Zugenommen hat in den beiden Basel innert Jahresfrist auch das Angebot an Geschäftsfläche, wie eine Erhebung des Schweizerischen Verbands der Immobilienwirtschaft SVIT ergab. Verzeichnet wurde eine Zunahme um knapp 2 Prozent auf gut 298 000 Quadratmeter.

Allerdings war die Entwicklung in den beiden Kantonen unterschiedlich. In Basel-Stadt sorgte ein Rückgang bei der angebotenen Bürofläche um nahezu 20 Prozent auf 61 000 Quadratmete zu einer Abnahme der gesamten Geschäftsflächen um knapp 10 Prozent auf 104 146 Quadratmete. In Baselland stieg die Gesamtfläche indes im gleichen Ausmass um 194 209 Quadratmete an, weil mehr Produktions- und Lagerflächen angeboten wurden. (sda)