Video soll Hadids Nationalstadion in Tokio retten

Video soll Hadids Nationalstadion in Tokio retten

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Fahrradhelm oder rohe Auster – die Vergleiche, mit denen Zaha Hadids Entwurf für Tokios Nationalstadion bedacht wird, sind nicht schmeichelhaft. Die Kosten für das Prestigeprojekt sind völlig aus dem Ruder gelaufen. Darum stoppte Ministerpräsident Shinzo Abe die Planungen. Derweil will Hadids Büro das ramponierte Image des Projekts mit einem Video aufpolieren.

New National Stadium Video Presentation from Zaha Hadid Architects on Vimeo.

Zaha Hadids  Entwurf für Tokios  neues Nationalstadion stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Rund zwei Jahre sorgte das extravagante Projekt für Streit und Ärger. Grund waren nicht nur seine Ausmasse, die in der Zwischenzeit redimensioniert worden sind, sondern auch die damit verbundenen dräuenden Ausgaben. Ursprünglich hätte das Bauwerk mit 130  Milliarden Yen – rund eine Milliarde Franken – zu Buche schlagen sollen. Doch mittlerweile haben sich die Kosten auf beinahe das Doppelte erhöht, auf 252 Millarden Yen. Wegen der exorbitanten Kostensteigerungen stoppte Ministerpräsident Shinzo Abe vor wenigen Wochen die Planungen. Ein neuer Entwurf soll her.

Derweil hat man bei Zaha Hadid Architects wenig Verständnis für den Entscheid. Das geht auch aus dem Video hervor, welches Hadids Büro gestern veröffentlichte, um den angeschlagenen Ruf des Megaprojektes zu retten. Das Projekt wird ausführlich vorgestellt, zudem wird darauf verwiesen, dass sich die Kosten mit einem neuen Entwurf nicht mehr eindämmen lassen.  Das Design  sei der einzige Weg,  um  dafür zu sorgen, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimme, heisst es im Film.  (mai)