Verwirrung um kantonale Instanzen und Valser Therme?

Verwirrung um kantonale Instanzen und Valser Therme?

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Die kantonalen Instanzen haben beim vieldiskutierten Verkauf von Peter Zumthors Therme Vals korrekt gehandelt. Zu diesem Schluss kam die grossrätliche Geschäftsrprüfungskommission (GPK) letzten Monat und hüllt sich abgesehen von einer eher dürren Medienmitteilung seither in Schweigen. Zwei SP-Grossräten ist das zu wenig Information. Dies berichtete die „Südostschweiz“. Sie fordern, dass die GPK ihr Urteil erläutert und erklärt.
 
Der Verkauf der Therme Vals an den Bündner Immobilienunternehmer Remo Stoffel hatte im Vorfeld für viel Streit und Ärger gesorgt. Unter anderem gab es im Zusammenhang mit dem Verkauf auch Fragen zur Rolle der kantonalen Instanzen. In der Folge untersuchte die Geschäftsprüfungkommission (GPK) des Grossen Rats, ob alles korrekt abgelaufen ist. Im September teilte sie mit, dass sich die kantonalen Instanzen richtig und ihren Kompetenzen gemäss verhalten hätten.
 
Weiterführende Informationen dazu gibt es keine: Bisher habe es die GPK unterlassen, umfassend darüber zu informieren, ob und allenfalls in welchem Umfang die kantonale Ämter und politische Entscheidungsträger in die Wirren rund um den Verkauf involviert gewesen seien, berichtet die „Südostschweiz“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Auf Anfrage der Zeitung erklärte GPK-Präsident und Grossrat Chistiano Pedrini, man werde zu gegebener Zeit darüber informieren.
 
Doch nun könnte Bewegung in die Sache kommen: Die SP-Grossräte Jon Pult und Peter Peyer wollen laut „Südostschweiz“ Licht ins Dunkel bringen. Bereits im September hatten sie sich mit einem offenen Brief an Pedrini gewandt. In dem Schreiben prangerten sie die Informationspraxis der Geschäftsprüfer an. Sie stossen sich daran, dass „die GPK als parlamentarische Aufsichtskommission den Grossen Rat und die Öffentlichkeit über ihre Abklärungen im Dunkeln belässt“.  Die GPK sei gegenüber Öffentlichkeit und Grossem Rat rechenschaftspflichtig, zitiert die Zeitung Pult. Er fordert dass die GPK Inhalt und Erkenntnisse ihres Untersuchungsberichts erklärt und begründet. Bleibt diese weiterhin stur, droht Pult, dass man einen Antrag stellen werde. (mai)
 

Tadao Ando in Zumthors Fussstapfen

Zwei Stararchitekten statt einer in Vals: Der japanische Stararchitekt Tadao Ando von Remo Stoffel und seinem Partner Pius Truffer hat den Auftrag für einen Neubau bei der Therme und dem dazugehörigen Hotel erhalten. Wie das Büro des Architekten gegenüber dem „Regionaljournal Graubünden“ letzten Monat verlauten liess, stehe man ganz am Anfang des Projektes. (mai)