Verspätung wegen kalter Betten

Verspätung wegen kalter Betten

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In Engelberg planen die Bergbahnen Titlis-Rotair ein Feriendorf, das Titlis-Resort. Wegen komplexer Verträge verzögert sich die Realisierung des 70-Millionen-Projektes.
 
In diesen Tagen publizierte das „Obwaldner Amtsblatt“ unter anderem das Baugesuch für das Titlis-Resort. Dies berichtet die „Neue Obwaldner Zeitung“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Ursprünglich war der Baubeginn diesen April vorgesehen.
 
Auf die Frage, ob die Ausschreibung ein Zeichen dafür sei, das bald die Bagger auffahren, erklärte der Bergbahnen-Titlis-Rotair-Mediensprecher Peter Reinle gegenüber der Zeitung: Es sei noch offen, aber möglich dass es im September los gehe. Die Einsprachen sind allerdings längst erledigt und Baubewilligung liegt vor. Dass es aber nun trotzdem zu Verzögerungen kommt liegt laut Reinle an den komplexen Verträgen, die für das Feriendorf abgeschlossen werden müssen. Man wolle keine kalten Betten generieren. Der Eigentümer könne diese während der einer bestimmten Zeit im Jahr selber benutzen. Während des restlichen Zeitraumes müssten die Wohnungen dann dem Resort zur Verfügung stehen. Diese würden dann wochenweise vermietet. „Dies braucht zahlreiche Verträge, und es hat mehr Zeit beansprucht, diese auszufertigen“, erklärt Reinle gegenüber der „Neuen Obwaldner Zeitung“.
 
Die Titlis-Bahnen wollen die Wohnungen selber vermieten. Es handelt sich dabei um neun Häuser mit insgesamt 125 Wohnungen mit total 564 Betten. Man rechnet laut „Neuen Obwaldner Zeitung“ damit, dass das neue Resort dereinst rund 100'000 zusätzliche Übernachtungen pro Jahr generiert. Architekten ist das G. Burch + Partner Architekturbüro aus Sarnen.
 
Kann im September tatsächlich mit dem Bau begonnen werden, will man das Resort zumindest teilweise im Dezember 2012 eröffnen. (mai)