Verschmähte Leuchtstäbe suchen Käufer

Verschmähte Leuchtstäbe suchen Käufer

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Während sie den einen gefiel, fanden sie die anderen hässlich: Die Lichtröhren der Weihnachtsbeleuchtung an der Zürcher Bahnhofstrasse polarisierten. Vergangenes Wochenende leuchtete das „World’s Largest Timepiece“ zum letzten Mal. Die 275 Lichtstäbe wurden abmontiert und eingelagert. Wie die Online-Ausgabe des „Tages-Anzeigers“ berichtet, warten sie auf Käufer.
 
Doch das Interesse an der langen Lichtinstallation ist klein. Offenbar will keiner 900'000 Franken für die Lichterkette ausgeben, die von den Architekten Gramazio & Kohler entworfen wurde. Interessenten hätten noch keine definitiv angebissen, wird Markus Hünig, Präsident der Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse auf tagesanzeiger.ch zitiert. Am liebsten würde er das Objekt an ein Museum oder eine Organisation verkaufen.
 
Eine hübsche Idee für eine neue Verwendung hatte das Zürcher Architekturbüro Roland Rossmaier bereits vergangenes Frühjahr: Man könnte die Leuchtstäbe über der Zürcher Hardbrücke installieren. „The World`s Largest Time Piece würde auf einer überschaubaren Strecke vorteilhafter platziert und aus der Umgebung besser wahrgenommen als auf der engen Bahnhofstrasse. Zudem könnte die Beleuchtung den Verkehrsfluss besser darstellen als sie es mit den wenigen Trams auf der Bahnhofstrasse bisher konnte“, ist dazu auf der Website des Büros zu lesen. (mai)