Verschlechterung bei Herkunftsangaben von Holz?

Verschlechterung bei Herkunftsangaben von Holz?

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Für Holz und Holzprodukte gilt eine Deklarationspflicht.  Laut Eidgenössischem  Büro für Konsumentenfragen (BFK) wird ihr im Allgemeinen gut nachgekommen.  So wurde 2014 die Holzart bei 92 Prozent der Produkte korrekt deklariert. Verschlechtert haben sich die Angaben zur Herkunft des Holzes: Sie waren  2014 nur bei 41 Prozent korrekt, 2013 waren es noch 71 Prozent.

Dass sich die Angaben zur Herkunft derart verschlechtert haben, führt das BFK darauf zurück,   dass  vermehrt Filialbetriebe kontrolliert worden sind. Dabei sei aufgedeckt worden, dass es dort Probleme mit der Umsetzung Deklarationpflicht gibt.  - Verbesserungsbedarf sieht das BFK unter anderem bei Möbeln mit Hauptbestandteilen aus Massivholz und Hobelwaren, bei welchen die Deklaration der Herkunft besonders oft gefehlt hat.

Das BFK will die Kontrollen 2015 im bisherigen Rahmen weiterführen. Es würden weiterhin Nachkontrollen bei den Unternehmen vorgenommen, die keine konforme Deklaration auf ihren Produkten angebracht hätten, heisst es dazu in der Medienmitteilung.

Die Deklarationspflicht für Holz besteht seit 2012. Sie verlangt, dass Holzart und Holzherkunft bei der Abgabe von Holz und Holzprodukten an den Konsumenten deklariert werden müssen. Rund- und  Rohholz aber auch bestimmte Holzprodukte aus Massivholz, deren Herkunft und Holzart relativ leicht ermittelt werden können, sind der Deklarationspflicht unterstellt.

Insgesamt überprüfte das BFK 2014 in der ganzen Schweiz über 380 Produkte, bei rund 90 Unternehmen. Zu diesen Unternehmen gehören unter anderem Möbelhäuser, Möbelfachhändler, Baumärkte, Gartenmöbelanbieter, Schreinereien, Zimmereien und Onlineshops.  Die Palette der überprüften Produkte umfasste unter anderem Möbel mit Hauptbestandteilen aus Massivholz, Bauholz, Hobelwaren, Brennholz und Holzkohle. (mai/mgt)