Verschiebung hat sich ausgezahlt

Verschiebung hat sich ausgezahlt

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Teaserbild-Quelle: Thomas Kümin
Die Swissbau in Basel hat ihre Rolle als Leitmesse und wichtigster Treffpunkt der Bau- und Immobilienwirtschaft in der Schweiz und dem angrenzenden Ausland eindrücklich bestätigt. 1211 Aussteller aus 21 Ländern wurden gemäss Angaben der Messeleitung gezählt. Besonders hervorgehoben wurden der hohe Anteil an Profis unter den 108 269 Besuchern sowie deren Investitionsabsichten.


Im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld bot sich allen Beteiligten ein motivierender Start ins neue Jahr. Während fünf Tagen wurden gesamthaft 108269 Besucher aus den Bereichen Planung, Baugewerbe, Immobilienwirtschaft, Investment, Bildung und Forschung sowie private Immobilienbesitzer gezählt. Innerhalb der primären Besuchersegmente konnte der Anteil Fachbesucher gegenüber den Privaten auf 78 Prozent gesteigert werden. Insbesondere der Anteil der Planer (Architekten, Innenarchitekten, Ingenieure und Fachplaner) stieg dabei um fünf Prozent. Dies entspreche dem Wunsch vieler Aussteller, so die Messeleitung, seien es doch oft die Planer, welche einen grossen Einfluss auf den Investitionsentscheid eines Bauvorhabens haben. Die ersten Resultate der repräsentativen Besucherumfrage und die Einschätzungen der Austeller zeigen, dass nicht nur der Anteil der Fachbesucher, sondern auch die Qualität der Besucher insgesamt, sprich der Anteil jener mit hoher Entscheidungskompetenz, sich enorm positiv entwickelt hat.

Die Besucherzahl 2010 liegt unter der Rekordbeteiligung des konjunkturell ausserordentlich starken Jahres 2007 (rund 120000). Der Anteil ausländischer Besucher blieb mit rund neun Prozent unverändert. Die Swissbau unterstreicht damit erneut ihre europäische Ausstrahlung. Bundespräsidentin Doris Leuthard wies in ihrer Eröffnungsrede vor führenden Vertretern aus Politik und Wirtschaft auf die Bedeutung der Bau- und Immobilienbranche für die Konjunkturentwicklung und -stabilität in der Schweiz hin. «Wer heute in den Klimaschutz investiert, der wird morgen auf den Weltmärkten zu den Gewinnern zählen. Diese Strategie dürfte aufgehen, denn eine effiziente und wirksame Klimapolitik ist mehr als Umweltschutz, sie ist immer auch Wirtschafts- und Wachstumspolitik. Fachmessen wie die Swissbau sind ideale Plattformen, um diese Chancen von morgen zu präsentieren und zu diskutieren.»

Die Besucher der Swissbau interessierten sich dieses Jahr nicht nur für die Themen Rohbau und Gebäudehülle, Technik und Baustelle, Innenausbau oder Konzept und Planung. Verstärkt wurden übergreifende Lösungen und Neuheiten im Bereich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit nachgefragt. Zahlreiche Aussteller wurden diesem Anspruch gerecht, gefolgt von den drei eindrücklichen Sonderschauen Woodstock, Global Building und EnergieSchweiz, welche die neuesten Technologien und Prozesse oder eine Übersicht zu aktuellen Aus- und Weiterbildungsangeboten zeigten.

Zum ersten Mal wurde der Swissbau Design Award vergeben. Die Fachjury unter der Leitung von Köbi Gantenbein, Chefredaktor der Zeitschrift «Hochparterre», prüfte die Auftritte der 1211 Aussteller nach den Gesichtspunkten Wirkung, Handwerk und Darstellung. Gold in der Kategorie über 80 Quadratmeter gewann die Firma Walter Meier (Klima Schweiz) AG. In der Kategorie unter 80 Quadratmeter ging der erste Preis an Schaerholzbau AG. Der Publikumspreis ging an die Firma Bodenschatz AG.

Der strategische Entscheid, die Swissbau neu in den geraden Jahren durchzuführen – und damit nicht mehr parallel zu den grossen Baumessen in Deutschland – hat sich laut Messedirektor Rudolf Pfander bewährt: «Dieses Jahr präsentierten sich neu 136 Aussteller aus Deutschland an der Swissbau, was einem Plus von 50 Prozent entspricht.» Die Swissbau wird im Zweijahres-Rhythmus in Basel weitergeführt. Die nächste findet vom 17. bis 21. Januar 2012 statt.

Nach den Anbietern der Bereiche Sanitär und Heizung hat sich auch der führende Branchenverband der Klima- und Lüftungsbranche «ProKlima» ab 2012 für die Integration der Hilsa in die Swissbau ausgesprochen. Rudolf Pfander freut sich über diesen Entscheid, entspricht er doch den Bedürfnissen des Marktes nach einer verstärkten Vernetzung innerhalb der Segmente und Zielgruppen. (küm/pd)