Verluste trotz steigender Umsätze

Verluste trotz steigender Umsätze

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Der Bau- und Hotelkonzern Orascom schreibt nach einem Verlust von fast 70 Millionen Franken im vergangenen Geschäftsjahr auch im Startquartal 2012 tiefrote Zahlen. In den ersten drei Monaten hat das Unternehmen einen Verlust von 3,5 Millionen eingefahren, zehnmal mehr als in der Vorjahresperiode.
 
Die Orascom erzielte im ersten Quartal 2012 ein Umsatz-Wachstum von 20 Prozent auf 63,5 Millionen Franken (2011: 52,9 Millionen) und eine Steigerung des Bruttogewinnmarge auf 11,9% (2011: 7,5%). Der Quartalsverlust von 3,5 Millionen (2011: CHF 0,3 Millionen) wird mit der Nicht Abgrenzbarkeit der Verluste einzelner Tochtergesellschaften begründet. 2012 sollen 120 Millionen Franken investiert werden.
 
Ermutigend ist die Umsatzentwicklung. Laut Mitteilung der Orascom wird, sind die wirtschaftlichen Aktivitäten in Nord Afrika und im Mittleren Osten nach wie vor gedämpft. Immerhin hat sich der Tourismus-Sektor in Ägypten wieder etwas erholt und positive Effekte auf die Resultate generiert.
 
Die Hauptsegmente Hotels und Immobilien konnten deutlich zulegen. So stieg der Umsatz im Segment Hotels um 21,4 Prozent auf 34,1 Mio. Franken. Zu dieser Entwicklung habe eine höhere Belegungsrate, vor allem im Tourismusresort El Gouna beigetragen, kombiniert mit einem gestiegenen Umsatz je verfügbarem Zimmer. Für den April 2012 betrug die Auslastung der Hotels insgesamt 68 Prozent, gegenüber dem Vorjahres-April mit 62%. Die Zimmerpreise blieben konstant mit durchschnittlich 71 Franken.
 
Bedingt durch Verzögerungen bei Investitionen in Oman wurde das Investitionsvolumen von 140 bis 150 Millionen Franken auf 120 Millionen heruntergefahren. Dass die OHD durchaus auch kapitalärmere Wachstumschancen wahrnehmen will, zeigt ein Abkommen mit einer Drittpartei zur Entwicklung eines Club Med Hotels in Chbika, Marokko.
 
Durch eine weiterhin prioritär vorangetriebene geographische Diversifikation der Umsätze sollen die Geschäfte breiter abgestützt und das Risiko diversifiziert werden. Ein wichtiger Schwerpunkt dieser Diversifikation ist das Projekt Andermatt. (mai/mgt/sda)