Verkehrsknoten Muri erhält einen Kreisel

Verkehrsknoten Muri erhält einen Kreisel

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Der komplexe Autobahnanschluss in Muri bei Bern wird in den nächsten Jahren umgestaltet. Damit soll dieser wichtige Verkehrsknoten auch künftig das Verkehrsaufkommen bewältigen können.
 
Zentrales Element ist ein neuer Kreisel, wie Vertreter des Bundesamts für Strassen (Astra), des Kantons Bern und der Gemeinde Muri am Donnerstag in Muri bekanntgaben. Er wird dort gebaut, wo heute Autos, die aus Fahrtrichtung Thun bei Muri die Autobahn A6 verlassen, auf die Staatsstrasse Muri-Allmendingen treffen.
 
Zudem wollen die Behörden auf der A6 in Fahrtrichtung Thun die Ausfahrtsspur in Richtung Muri verlängern. Und bei der Einfahrt in Richtung Bern werden künftig in Spitzenzeiten Autos nur paketweise auf die Fahrbahn gelassen. Der Fachbegriff dafür lautet Rampendosierung.
 
An mehreren Orten sind ausserdem Lichtsignalanlagen geplant, welche in den Spitzenzeiten Schleichverkehr durch Quartiere verhindern sollen. Schliesslich wird die Gemeindestrasse vom Autobahnanschluss Muri nach Gümligen ab der Abzweigung zum Mediamarkt mit einem Fahrverbot mit Zubringerdienst belegt.
 
Elf Prozent Verkehrszunahme wegen ESP Gümligenfeld
Die Umgestaltungen sind laut Astra, Kanton und Gemeinde wegen der allgemeinen Verkehrszunahme nötig, aber auch wegen des Verkehrs, den der kantonale Entwicklungssschwerpunkt (ESP) Gümligenfeld hervorruft und noch hervorrufen wird. Er befindet sich unmittelbar neben dem Autobahnanschluss.
 
Wenn einmal der ESP überbaut sei, werde elf Prozent des Verkehrsaufkommens auf die dortigen Betriebe zurückzuführen sein, sagte David Wetter, Chef der ASTRA-Filiale Thun. Mit dem Bau des neuen Kreisels wird zudem gleich auch eine Kreuzung saniert, auf der sich immer wieder Unfälle ereignen.
 
Die Umgestaltung wird in den Jahren 2013 bis 2017 an die Hand genommen. Der genaue Zeitplan ist abhängig von Projekt- und Kreditentscheiden der Behörden. Das ASTRA wird etwa zehn Millionen Franken investieren, der Kanton einen einstelligen Millionenbetrag, die Gemeinde Muri weniger als eine Millionen Franken.
 
Die Umgestaltung des Autobahnanschlusses Muri kann laut ASTRA- Chef WDie Umgestaltung des Autobahnanschlusses Muri kann laut ASTRA- Chef Wetter unabhängig von den aktuellen Plänen zum Ausbau der Autobahn A6 zwischen Bern und Muri realisiert werden.
 
Rampendosierung nach Vorbild Bern-Neufeld
Beim Autobahnanschluss Muri treffen nicht nur die Kantonsstrasse Muri-Allmendingen und die Gemeindestrasse von und nach Gümligen auf die Autobahn, sondern auch der autobahnähnliche Zubringer T10 aus Richtung Rüfenacht/Worb.
 
Die sogenannte Rampendosierung beim Anschluss dieser T10 an die Autobahn in Richtung Bern wollen die Behörden einführen, weil sich dies beim Autobahnanschluss Neufeld in Bern bewährt habe.
 
Dort liess das ASTRA während der Hauptarbeiten zur Sanierung der Autobahn A1 - der sogenannten Stadttangente - Autos nur paketweise auf die Autobahn. Das verbessere den Verkehrsfluss, sagte Beat Aeberhard vom ASTRA. Die Ampeln, welche die Autos stoppen, werden aber nur in Spitzenzeiten in Betrieb stehen. (ffi/mgt)