Verkehr: Reibungsloser Montag für Zürichs DML

Verkehr: Reibungsloser Montag für Zürichs DML

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Die Durchmesserlinie (DML) im Zürcher Hauptbahnhof hat den "Ernstfall" am Montag problemlos gemeistert. Um 5.12 Uhr verliess die erste S-Bahn den unterirdischen Bahnhof Löwenstrasse durch den Weinbergtunnel
in Richtung Oerlikon.

 
Am Sonntag war wegen des starken Windes im Weinbergtunnel Staub aufgewirbelt worden. Die feinen Partikel - laut SBB-Sprecher Reto Schärli in erster Linie gesundheitlich unbedenklicher Betonstaub aus der Bauphase - wurden bis in den Bahnhof Löwenstrasse getragen. Darauf lösten die Brandmelder Alarm aus. Gegen 13 Uhr standen deshalb zahlreiche Rolltreppen still. Falls sich der Staub in dieser Woche erneut akzentuiere, so Schärli, werde die riesige Entlüftungsanlage zum Einsatz kommen, die 200 Kubikmeter Luft pro Sekunde absaugen kann. Bereits am Sonntag war sie in Betrieb. Bis zehn Uhr abends lief sie stündlich während einiger Minuten und beförderte den Staub aus dem Untergrund an die Oberfläche.

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Bahnhof Löwenstrasse
 
Um die Orientierung im neuen Bahnhofsteil zu erleichtern, setzt die SBB in der ersten Phase rund ein Dutzend sogenannte Kundenlenker ein. Diese mussten am Wochenende nicht nur Fragen zum neuen unterirdischen Bahnhof und zur neuen Ladenpassage, sondern auch zum neuen Fahrplan beantworten.
 
Zu einem Pendlerstau kam es am Montagmorgen nicht, da der Bahnhof derzeit nur von drei S-Bahnen befahren wird. Ab Ende 2015 rollt jedoch auch der Fernverkehr von West nach Ost über die DML.
 
Bewohner von Wipkingen nicht begeistert
Die Folgen des Jahrhundertbauwerks DML stossen indes nicht bei allen auf restlose Begeisterung. Mit einem Flashmob haben am Montagmorgen mehr als 80 Bewohnerinnen und Bewohner des Wipkingerquartierts gegen den Abbau von S-
Bahnverbindungen protestiert. Sie beklagen in einer Mitteilung, dass der Bahnhof Wipkingen durch den Fahrplanwechsel vom Sonntag zwei Drittel seiner S-Bahn-Verbindungen verloren habe. Mit einer Petition habe der Quartierverein darum eine Petition lanciert. Bis heute seien mehr als 6000 Unterschriften zusammengekommen.(tw/sda)