Verein Minergie orientiert sich neu

Verein Minergie orientiert sich neu

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Mit schärferen Gesetzesnormen werden gewisse Minergie-Label obsolet. Deshalb hat der Trägerverein Minergie beschlossen, sich strategisch neu auszurichten.

Wo Minergie draufsteht, ist in Sachen Gebäude Effizienz drin. Doch der Sinn des Labels wird zunehmend in Frage gestellt, wie die NZZ berichtet. Mit den neuen Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (Muken), die letztes Jahr vorgestellt worden sind, sollen in den kommenden Jahren Gebäude zur gesetzlichen Norm werden, die sich beispielsweise fast ganzjährig selbst mit Wärmeenergie versorgen. Ausserdem besteht mit dem Gebäudeenergieausweis der Kantone (Geak) inzwischen ein kantonales Labelsystem für Gebäude. Damit wird aber das eine oder andere Minergie-Label obsolet.

Deshalb will sich der Verein Minergie neu ausrichten, wie es heisst. Die Labels Minergie P und Minergie A sollen laut NZZ nur noch in jenen Kantonen eine Bedeutung behalten, in denen sich die Festschreibung der Muken 2014 in den Energiegesetzen verzögert. Als Beispiel nennt Vereinspräsident Heinz Tännler, Zuger Landammann und Baudirektor, seinen eigenen Kanton. „Im Kanton Zug dürften beispielsweise solche Normen im Kantonsparlament auf Widerstand stossen.“

Sonst soll beim Verein Minergie aber die energiespezifische Qualitätskontrolle ein wichtiger Schwerpunkt werden. Minergie soll zu einer Zertifizierungs- und Koordinationsstelle für Firmen werden, die energetisch effiziente Bautechniken vor Ort kontrollieren. Mit solchen Massnahmen, so Tännler, bleibe der Verein Minergie ein enger Partner der Kantone. Auch das Budget von rund vier Millionen Franken soll nur leicht sinken. (pd/mt)