Vals: Stoffel verwundert über Fachjury

Vals: Stoffel verwundert über Fachjury

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Remo Stoffel kann sich nicht erklären, weshalb sich die Jury von seiner Projektwahl für ein Luxushotel in Vals distanziert hat. Es sei ein einstimmiger Juryentscheid gewesen, auch dieses Projekt der Bauherrschaft zu empfehlen.

Das beschauliche Dörfchen Vals scheint nicht zur Ruhe zu kommen. Nachdem es schon ein Hick-Hack gewesen war, bis die Aktien der ehemaligen Hoteba AG in die Hände seines jetzigen Besitzers Remo Stoffel respektive dessen 7132 AG gelangt waren, geht es nun offenbar mit einem Hick-Hack rund um die Baupläne des Valsers weiter. Remo Stoffel will bekanntlich in der Nähe der berühmten Therme ein Luxushotel mit 100 Suiten bauen. Vor wenigen Tagen gab seine AG via Pressemitteilung bekannt, dass man sich für ein Siegerprojekt aus dem internationalen Architekturwettbewerb entschieden habe: für das Konzept der Morphosis Architects in Los Angeles. Der Entwurf würde im März in New York vorgestellt werden, und bis dahin gebe es auch keine Visualisierungen.

Kurz nach dieser Verlautbarung wendete sich ein Teil der Fachjury aus dem Wettbewerb an die Öffentlichkeit mit der Aussage, dass sie sich von Stoffels Entscheid für das Morphosis-Projekt distanzierten. Der Sachverhalt in der Pressemitteilung der 7132 AG sei „mehrfach unkorrekt dargestellt“ worden. Es habe weder eine Entscheidung noch eine Empfehlung an die Bauherrschaft gegeben. Denn das nun gewählte Projekt weise noch erhebliche Fragezeichen auf.

Remo Stoffel kann sich nicht erklären, weshalb sich die Jurymitglieder distanzieren, wie er gegenüber dem Bündner Tagblatt sagte. Insbesondere auch darum nicht, weil es ein „einstimmiger Juryentscheid gewesen war, auch das Projekt von Morphosis Architects der Bauherrschaft zu empfehlen“. Für den Investor ist das Verfahren abgeschlossen. Die Jury habe ihre Arbeit getan.

Für Stoffel zählt vor allem, dass Tadao Ando hinter seiner Wahl steht. Der japanische Stararchitekt soll im Gebiet rund um die Therme einen Park mit Elementen wie Museum des Lichts und Stelenweg realisieren. Er sollte eigentlich der Fachjury vorsitzen, war aber offenbar aus gesundheitlichen Gründen verhindert. Dass der Japaner nun „absolut hinter dem Projekt steht“, ist für Stoffel nicht ganz unerheblich. „Er freut sich über das Projekt, für das sich die Bauherrschaft entschieden hat und ist überzeugt, dass es eine optimale Ergänzung für Vals wird.“ (pd/mt)