Usic: Baunahe Ingenieur- und Planungsbranche benötigt Einwanderung

Usic: Baunahe Ingenieur- und Planungsbranche benötigt Einwanderung

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Die baunahe Ingenieur- und Planungsbranche der Schweiz ist auf die Zuwanderung von Fachkräften angewiesen, um ihren wachsenden Personalbedarf zu decken.
Eine usic-Befragung ergibt einen jährlichen Zusatzbedarf von hochgerechnet 4‘000 Fachkräften. Die baunahe Ingenieur- und Planungsbranche der Schweiz braucht demnach mindestens 800 ausländische Fachkräfte pro Jahr.

Im März und April 2014 führte die usic, die über 430 Ingenieur- und Planungsunternehmen in der ganzen Schweiz vertritt, eine Befragung zum Ingenieurbedarf 2014-2019 durch. Das Ergebnis ist eindeutig: Der baunahe Ingenieur- und Planungsbereich in der Schweiz wächst auch in den nächsten fünf Jahren markant. Wenn man davon ausgeht, dass die usic-Mitgliedsunternehmen rund 40% des schweizweiten Ingenieur- und Planungsmarktes (ohne Architektur) abdecken, beläuft sich der hochgerechnete jährliche Bedarf auf rund 4‘000 Personen. Bei einem gleichbleibenden Ausländeranteil von rund 20% (Mittelwert für die ganze Schweiz und die Branche) bedingt die Deckung dieses Bedarfs für die baunahe Ingenieur- und Planungsbranche jährlich eine Zuwanderung von mindestens 800 Personen aus dem Ausland.

Die baunahe Ingenieur- und Planungsbranche der Schweiz ist auf die Zuwanderung von Fachkräften angewiesen, um ihren wachsenden Personalbedarf zu decken.

Die usic fordert Bundesrat und Parlament auf, bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative Augenmass zu halten und das Bedürfnis der Bau- und Planungsbranche ernst zu nehmen. Heinz Marti, usic-Präsident, apelliert an den Bund: „Die usic-Unternehmen stellen die Planungsfachleute für Ausbau, Erneuerung und Unterhalt unserer Infrastruktur und leisten damit einen wichtigen Beitrag für ein nachhaltiges Funktionieren unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Die Arbeitgeberumfrage zeigt deutlich, wie sehr unsere Branche auf den Zufluss ausländischer Fachkräfte angewiesen ist. Wir hoffen, dass dies auch Bundesbern zur Kenntnis nimmt. Sonst schadet der Bund nicht nur unserer Branche, sondern der ganzen Schweiz. Und dies war sicherlich nicht die Absicht der Initianten der Masseneinwanderungsinitiative.“ Marius Gartmann 11.9999

Die usic-Mitgliedsunternehmen erwirtschaften jährlich einen Bruttoumsatz von rund zwei Milliarden Franken. Sie beschäftigen in der Schweiz aktuell ungefähr 14‘000 Mitarbeitende, wovon 20.5% (rund 2‘900 Mitarbeitende) keinen Schweizer Pass besitzen. Von diesen stammen wiederum rund 90% (ungefähr 2‘600 Mitarbeitende) aus dem EU-Raum. Ungefähr 67% der 2‘900 ausländischen Fachkräfte wohnen in der Schweiz und 33% im nahen Ausland als Grenzgänger. In den grenznahen Regionen Genf-Lausanne, Basel und Tessin stammen bis zu 40% der Fachkräfte aus dem Ausland.(tw/pm)