Urner Ingenieurbüro geht nach Berechnungsfehlern in Konkurs

Urner Ingenieurbüro geht nach Berechnungsfehlern in Konkurs

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Nach über 50 Jahren muss ein Urner Ingenieurbüro mit 20 Mitarbeitern aufgeben, weil es durch Berechnungsfehler nötig gewordene Sanierungen finanziell nicht tragen kann. Das Landgericht Uri hat letzten Donnerstag den Konkurs eröffnet.

Wie das Ingenieur- und Planungsbüro Projekta AG am Montag mitteilte, hatte es am 23. Dezember 2016 beim Landgericht die Bilanz deponiert. Gemäss der Mitteilung soll ein ehemaliger und erfahrener Bauingenieur zwischen 2012 und 2014 bei mindestens neun Gebäuden in den Kantonen Uri und Schwyz fehlerhafte Berechnungen gemacht haben. Diese könnten zu Rissen, Deformationen, Abplatzungen und Nutzungseinschränkungen führen.                                   

Die voraussichtlichen Kosten für die Sanierungsmassnahmen überstiegen die Versicherungsdeckung und die finanziellen Möglichkeiten der Projekta AG, teilte diese mit. Obwohl die Geschäfte gut gelaufen seien, habe es wegen der Gefahr einer Überschuldung keine andere Möglichkeit mehr gegeben, als die Bilanz zu deponieren.

Was mit den schadhaften Gebäuden passiert, wird gemäss Projekta vom Konkursamt geprüft. Das Ingenieur- und Planungsbüro besteht nach eigenen Angaben seit 1960 und hatte zuletzt 20 Mitarbeiter. Vom Bauingenieur, der für die Berechnungsfehler verantwortlich sein soll, hatte sich Projekta nach eigenen Angaben 2015 aus anderen Gründen getrennt. (sda)