Urbanisierung dezimiert Spatz und Co.

Urbanisierung dezimiert Spatz und Co.

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Teaserbild-Quelle: David A. Mitchell, flickr, CC

Zunehmende Verstädterung aber auch Haussanierungen und die immer intensivere Landwirtschaft verkleinern den Lebensraum ­von Vögeln massiv: In den vergangenen 30 Jahren hat sich der Vogelbestand europaweit um 420 Millionen Tiere verringert. Dies zeigt eine S­tudie der britischen Universität Exeter.

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David A. Mitchell, flickr, CC
Spatzen haben das Nachsehen bei der Urbansierung.

Besonders betroffen sind nicht etwa vom Aussterben bedrohte Arten, sondern Allerweltsvögel wie Lerchen, Stare und Spatzen. So hat sich Bestand der Stare um 52 Prozent und derjenige der ­Lerche um 46 Prozent verringert. Noch dramatischer sieht es bei den Spatzen aus: Ihr Bestand ist gar um 62 Prozent gesunken. Für ihre Analyse haben die Wissenschaftler Daten aus dem Zeitraum 1980 bis 2009 zu 144 Arten aus ganz ­Europa aus­gewertet. Immerhin stellten sie fest, dass sich die Bestände eher seltener Vögel wie der Zaunkönige oder Zilpzalpe vergrössert haben. Solche Ergebnisse legen nahe, dass Massnahmen zu ihrem Erhalt Früchte tragen. Derweil versucht man in ­Zürich den Spatzen den Lebensraum zu bewahren: Kürzlich installierte die Stadt im Hauptbahnhof Nistkästen für die kleinen ­Vögel. Ob sie diese zum Nisten und Brüten nutzen, stellt sich im Frühling heraus.   (mai)