Urbaner Baden in der Themse

Urbaner Baden in der Themse

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In der Schweiz sind Flussbäder selbstverständlich, sei es in der Aare oder in der Limmat. Vom Schwimmen und Planschen im Herzen der Stadt träumen auch Metropolen wie London. Architekten sammeln derzeit auf Kickstarter Geld für die Realisierung eines Flussbades in der Themse.

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Das Bad wurde von Zürichs "Bretterbadis" inspiriert.

Die Themse war noch nie so sauber wie heute», sagt Caitlin Davies, die ein Buch über die Geschichte der  Bäder in der Themse verfasst hat. «Bis in die 1930er-Jahre gab es Flussbäder, temporäre Strandbäder und sogar Wasserrutschen in der Themse, obwohl das Wasser damals viel trüber war als heute.» Geht es nach Chris Romner-Lee vom Londoner Studio Octopi könnte sich dies bald  ändern. Inspiriert von Sommerferien in Zürich und seinen Fluss- und Seebädern hat der Architekt mit Kollegen das Projekt für ein Schwimmbad in der Themse lanciert.

Ihre ursprüngliche Idee, es fest zu installieren und auf verschiedenen Ebenen anzulegen, haben sie mittlerweile verworfen. Ihr überarbeitetes Projekt erinnert auf den ersten Blick an die traditionellen «Bretterbadis» der Limmat: Die Becken schwimmen im Wasser und sind in einem Floss eingelassen. Im Gegensatz zu den Anlagen in Zürich besteht das Themsebad aus Betonpontons, damit während des ganzen Jahres dem Badevergnügen gefrönt werden kann. Das heisst, man schwimmt nicht direkt im Fluss, sondern in einem Pool, in den sich damit weder Algen noch kleine Fische verirren. So können die Becken mit frischem Wasser befüllt und beheizt werden.

Zurzeit sammeln Romner-Lee und seine Mitinitianten auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter Geld für das Projekt. Ob es realisiert wird, muss sich erst noch weisen. Zu Wochenbeginn waren rund 47 000  Pfund beisammen, damit das Projekt in Angriff genommen werden kann, müssen es bis  22. Mai 125 00 Pfund sein. (mai)