Unterirdischer Speicher für delikate Daten

Unterirdischer Speicher für delikate Daten

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In Diessenhofen (TG) soll ein neues SWIFT-Rechenzentrum entstehen. Läuft alles nach Plan, wird es 2011 seinen Betrieb aufnehmen. Wie Stadtammann Walter Sommer gegenüber dem Schaffhauser "Radio Munot" ausführte soll mit dem Bau des Bankenrechenzentrums Mitte 2010 begonnen werden.
 
Es soll laut Sommer unterirdisch gebaut werden, damit die Daten optimal vor Anschlägen geschützt werden können. Das Zentrum soll 300 neue Arbeitsplätze bringen. Die SWIFT - Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication - hatte 2008 bekanntgegeben, sie wolle in der Schweiz, im Raum Zürich ein neues Rechenzentrum einrichten. Dieses soll Ende 2009 in Betrieb gehen und 2012 in ein eigenes, neues Gebäude umziehen. Diese neue Gebäude soll nun in Diessenhofen entstehen.

Weltweite Bankgeschäfte

Die Swift ist ein 1973 gegründeter Zusammenschluss der 2500 grössten Banken der Welt. Die Organisation unterhält ein Telekommunikationsnetz, über das Geschäfte zwischen Banken, Börsen und Brokerhäusern abgewickelt werden. Ursprünglich wollte die SWIFT mit dem neuen Schweizer Rechenzentrum vermeiden, europäische Daten zum Zahlungsverkehr weiterhin über das Zentrum in den USA spiegeln zu müssen. Dadurch sollten die Transaktionsdaten dem Zugriff der US-amerikanischen Behörden entzogen werden, die seit dem Terrorangriff vom 11. September 2001 Einblick nehmen. Allerdings beschloss die EU im Juli dieses Jahres, US-Terrorfahndern weiterhin einen Zugriff auf europäische Kontodaten zu ermöglichen. (sda)