Unter dem „Gundeli“ hindurch

Unter dem „Gundeli“ hindurch

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Teaserbild-Quelle: Viernest/flickr.com
Mit einem Tunnel liesse sich das Basler Gundeldingerquartier vom massiven Durchgangsverkehr entlasten. Entsprechende Projektarbeiten des Tiefbauamts sind laut „Basler Zeitung“ fast fertig. Kosten würde die unterirdische Verkehrsader voraussichtlich 611 Millionen Franken.
 
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Der Tunnel soll das Quartier zwischen Grosspeterstrasse und dem Bahnhof unterqueren.
 
Neu ist die Idee, das grösste Quartier Basels mit einem Tunnel vom Durchgangsverkehr zu befreien, nicht. Seit rund 50 Jahren wird über eine Untertunnelung des Gundeldingerquartiers“ debattiert. Vor rund zwei Jahren ergaben erste ausführliche Studien für ein Tunnelprojekt Kosten von 400 Millionen Franken. Allerdings bedurften diese Pläne einer Überarbeitung, weil sie allenfalls die Regio-S-Bahn oder einen Tiefbahnhof der SBB tangiert hätten. Wie die BaZ weiss, hat das Basler Tiefbauamt nun „eine mit möglichen SBB-Plänen konfliktfreie Variante“ gefunden. Und fest stehen nun auch die Kosten: 611 Millionen Franken. Noch im September hatte man mit Kosten von 515 Millionen gerechnet. Wie Kantonsingenieur Roger Reinauer auf Anfrage der BaZ erklärte, stiegen die prognostizierten Kosten unter anderem durch ein geologisches Gutachten an.
 
Im ersten Quartal 2011 entscheidet der Basler Regierungsrat, ob er das Projekt weiter verfolgt. Läuft alles reibungslos, könnte das Bauwerk laut BaZ 2020 eröffnet werden. Mit Widerstand sei aber zu rechnen, heisst es im Artikel. Denn die Grünen lehnten eine Untertunnelung ab. Für eine Verkehrsentlastung brauche es den Tunnel nicht, wird der Präsident der Grünen, Jürg Stöckli, zitiert. Kritik kommt auch von der SP, nach deren Meinung die Kosten zu hoch sind. – Bei den Kosten von 611 Millionen Franken müsste der Kanton Basel Stadt 213 Millionen bezahlen, den Rest finanzierte der Bund. (mai)