Universitätsspital-Personal kritisiert Zürcher Stadtrat

Universitätsspital-Personal kritisiert Zürcher Stadtrat

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Dass der Zürcher Stadtrat die Baubewilligung für den Modulbau im Spitalpark verweigert, stösst bei Ärzten, Pflegeangestellten und der Leitung des Universitätsspitals Zürich (USZ) auf Unverständnis. Sie fordern ihn in einem offenen Brief auf, seinen Entscheid rückgängig zu machen.
 
Die Bausektion der Stadt Zürich verhindere mit der Verweigerung der Baubewilligung einen für die Gesundheitsförderung der Bevölkerung dringend notwendigen Bau und stelle damit das Funktionieren des grössten Spitals des Kantons Zürich und eines der bedeutendsten Spitäler der Schweiz in Frage. Die Verweigerung der Bewilligung mit dem Schutz des Spitalparks zu begründen, können Mitarbeiter und Leitung des USZ nicht nachvollziehen. In ihrem offenen Brief weisen darauf hin, dass nur rund 5 Prozent der Parkfläche vorübergehend dem Modulbau geopfert werden müssen. Damit gewichte die Stadt Zürich einen kleinen Parkanteil höher als die Gesundheit und das Überleben von schwerkranken Patienten. Selbst wenn die Politik die Vision eines universitären Grossspitals mit USZ, Waid und Triemli dereinst verwirklichen könnte, bleibe der Modulbau für das USZ für die kommenden Jahre von grosser Bedeutung.
 
Unterzeichnet haben den Brief an den Zürcher Stadtrat die Klinik- und Institutsdirektoren-Konferenz, die Konferenz der Leitenden Ärzte, die Konferenz der Oberärzte, die Leitungen Pflegedienst und die Leitungen der Medizinisch- Technisch/Therapeutischen Bereiche (MTTB) sowie der Personalausschuss.
 
Der provisorische Modulbau soll dem Spital als Rochadefläche während des geplanten Umbaus des USZ dienen. Unter anderem sind dort Stationen für Leukämiekranke, mehrere Intensivstationen und auch eine Station für die Behandlung von Patienten mit schweren Brandverletzungen vorgesehen. (sda/mai)