Ungewissheit hinter den Gleisen

Ungewissheit hinter den Gleisen

Gefäss: 
Was auf dem rund 60'000 Quadratmeter grossen Areal Lysbüchel künftig zu stehen kommen soll, ist zurzeit ungewiss. Gewiss ist aber, dass die SBB die Miet- und Baurechtsverträge mit den dort ansässigen Firmen auslaufen lassen.
 
Das Areal Lysbüchel liegt hinter dem Bahnhof St Johann. Derzeit finden sich dort 25 Firmen mit insgesamt 400 bis 500 Arbeitsplätzen. Das könnte sich in naher Zukunft ändern. Denn die SBB wollen die Miet- und Baurechtsverträge nicht mehr erneuern. Die Verträge werden damit zwischen Mitte 2013 und 2014 auslaufen. Dies berichtet die „Basler Zeitung“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Die SBB würden die Verträge nicht mehr verlängern, weil sie mit dem Areal eine höhere Wertschöpfung erzielen möchten, wird dazu Waldemar Blindenbacher zitiert; Er ist Sekretär der IG Lysbüchel und Immobilientreuhänder der Firma Ridoma, die die Interessen von sechs betroffenen Betrieben vertritt. Termine haben die SBB laut Blindenbacher nicht genannt. Die Firmen hingen im luftleeren Raum, so Blindenbacher.
 
Weniger dramatisch sieht man es bei den SBB. Bis auf dem Lysbüchel-Areal die Bagger auffahren, ginge es noch eine Weile, erklärte SBB-Sprecher Roman Marti gegenüber der BaZ. Die SBB arbeiten zurzeit mit dem Kanton Basel Stadt an einem Rahmenplan für die Entwicklung des Bahnknotens Basel in den kommenden 20 bis 30 Jahren. Eine Rolle spielt dabei auch das Lysbüchel-Areal. Steht der Rahmenplan, soll ein Entwicklungskonzept mit einem Bebauungsplan erarbeitet werden. Ziel dabei ist, dass der Grosse Rat 2014/15 den Plan genehmigt. Ob auch andere Nutzungen, etwa Wohnungen vorgesehen sind, ist offen. Auch Gerüchte, wonach sich Novartis für die Flächen interessiere, kommentierte Marti nicht, heisst es im Artikel. (mai)