Über eine Million für Verbesserungen sind nötig

Über eine Million für Verbesserungen sind nötig

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Teaserbild-Quelle: Foto: Andreas Schwarzkopf
Nur zwei Jahre nach der Eröffnung des von Herzog & de Meuron umgebauten Museums der Kulturen weist das Gebäude bereits erste Defizite auf. Diese betreffen vor allem die Akustik. Verbessert werden müssen auch die audiovisuellen Medien und die Beleuchtungssysteme.
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Insbesondere die Akustik im neuen Dachgeschoss muss speziell verbessert werden.

Das Museum war nach einem Ausbau nach Plänen von Herzog & de Meuron 2011 wiedereröffnet worden. Indes stören diverse Mängel den Betrieb; insbesondere muss die Akustik verbessert werden, speziell im neuen Dachgeschoss. Die Kosten belaufen sich auf 520'000 Franken für akustische Verbesserungen sowie auf 1,06 Millionen Franken für audiovisuelle Medien und Beleuchtungssysteme.

Im Basler Grossrat ärgerten sich alle Fraktionen über die Mängel und fragten nach Verantwortlichkeiten seitens Planung, Bau und Abnahme. Die meisten Fraktionen mochten aber nicht bis zur Klärung dem Museum die Verbesserungen verweigern, wie dies die GLP beantragte. Diese wollte auch das Museum seine technischen Aufrüstungen aus dem Betrieb finanzieren lassen. Regierungspräsident Guy Morin, zu dessen Departement die Kultur zählt, wehrte sich gegen Schuldzuweisungen.

Morin lobte auch die gleichzeitig beantragten Nachrüstungen der Beleuchtung, weil unter anderem die geplante LED-Technologie Strom spare. In der Debatte war bemängelt worden, dass dies schon vorab beim Planen bekannt gewesen sei.

Baudirektor Hans-Peter Wessels erklärte die erst nachträglichen akustischen Verbesserungen auch damit, dass man die Probleme erst im realen Betrieb genau ausmessen und richtig lösen könne. Der Kommissionssprecher regte darauf an, den Bau dann halt erst abzunehmen, wenn klar ist, ob das Bestellte geliefert wurde. (ffi/sda)