Über die Hälfte der Beschwerden erfolgreich

Über die Hälfte der Beschwerden erfolgreich

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Gemäss dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) sind von 63 Beschwerden, die Umweltorganisationen vergangenes Jahr in der Schweiz einreichten, 37 ganz oder teilweise gutgeheissen worden. Bei sechs Verfahren ging es um Projekte im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien.
 
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Das Grimselkraftwerk soll ausgebaut werden: Der Umweltverband „Aqua Viva“ wehrt sich gegen das Projekt, obwohl mit dem WWF und der Pro Natura eine teilweise Einigung erzielt wurde.
 
Die 63 Beschwerden betrafen 54 Projekte. Gegen einzelne Vorhaben sind mehr als eine Beschwerde eingereicht worden. Damit liegt die Anzahl Beschwerden um 16 Prozent tiefer als im Jahr 2009. Damals waren 75 erledigte Beschwerdefälle gemeldet worden.
 
2010 wurden bei 49,2 Prozent der Fälle die Beschwerden vollumfänglich und bei 9,5 Prozent teilweise gutgeheissen. Bei 4,8 Prozent zog man die Beschwerden zurück und schloss eine Vereinbarung ab. In weiteren 11,1 Prozent erwiesen sich die Beschwerden als gegenstandslos, weil das entsprechende Baugesuch zurückgezogen oder abgeändert wurde. Abgewiesen wurden die Beschwerden in 22,2 Prozent der Fälle. Bei 3,2 Prozent wurden die Beschwerden ohne Vereinbarung zurückgezogen.
 
2008 und 2009 war die Quote der Gutheissungen oder teilweisen Gutheissungen mit 61,5 Prozent leicht höher, die „Abweisungs-Quoten“ in den Jahren 2008 und 2009 lagen sie mit einem Durchschnitt von 11,5 Prozent bzw. 18,7 Prozent etwas tiefer.

Projekte für erneuerbare Energie

Auffällig ist die Tatsache, dass von den sechs Beschwerden zu Projekten im Bereich erneuerbarer Energie deren fünf ganz und eines teilweise gutgeheissen wurden. Im Hinblick auf den geplanten Atomausstieg dürften in naher Zukunft vermehrt Projekt für die Gewinnung und den Ausbau erneuerbarer Energie lanciert und diskutiert werden. Wie komprissfähig die Umweltorganisationen sind, die den Ausbau erneuerbarer Energien befürworten, wird sich zeigen. (mai/mgt)