Über 400 neue Wohnungen: Der Bauboom in Basel hält an

Über 400 neue Wohnungen: Der Bauboom in Basel hält an

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Teaserbild-Quelle: Vitold Muratov, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

412 neue Wohnungen wurden 2016 im Kanton Basel-Stadt erstellt. Das sind zwar weniger als im Rekord-Vorjahr 2015 mit 788. Dennoch war es die dritthöchste Zahl in den letzten 20 Jahren.

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Vitold Muratov, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Basel

Zum aktuellen Ergebnis massgeblich beigetragen haben zwei grössere Überbauungen im Hirzbrunnen- und im Breite-Quartier, auf die rund 60 Prozent aller neu erstellten Wohnungen entfallen, wie das Statistische Amt des Kantons Basel-Stadt mitteilt. Gut 72 Prozent der neu erstellten Logis sind Mietwohnungen, 23 Prozent Eigentumswohnungen, und je 2 Prozent sind Einfamilienhäuser und Genossenschaftswohnungen. Rechnet man die Umbauten dazu, hat der Wohnungsbestand 2016 um 443 Wohnungen zugenommen.
Die Wohnbauproduktion habe mit dem Bevölkerungswachstum Schritt gehalten, schreibt das Präsidialdepartement in einer Mitteilung. Da in den nächsten Jahren weitere Arbeitsplätze im Kanton entstehen werden, brauche es weiterhin zusätzlichen Wohnraum. Nur so könne das Pendlerwachstum abgeschwächt werden.

1100 weitere Wohnungen im Bau
Ein Ende des Wohnbaubooms ist nicht in Sicht. Gegenwärtig befinden sich laut dem Statistischen Amt rund 1100 Wohnungen in der Bauphase – unter anderem auf dem Areal Erlenmatt Ost, im Magnolienpark im Gellert, im Meret-Oppenheim-Hochhaus am Bahnhof SBB und im Neubau an der Rosentalstrasse bei der Messe. Diese würden in den kommenden Jahren auf den Markt kommen und weiter zu einer hohen Wohnungsproduktion beitragen.
Die Jahresteuerung der Mietpreise lag 2016 unter 2 Prozent. Der Nettomietzins einer durchschnittlichen Dreizimmer-Wohnung belief sich im November auf 1177 Franken. Die Spannweite ist jedoch gross. So sind die Genossenschaftswohnungen mit einer durchschnittlichen Miete von 850 Franken für drei Zimmer wesentlich günstiger zu haben als entsprechende Neubauwohnungen, die im Schnitt 2144 Franken pro Monat kosten.

20 000 zusätzliche Einwohner
Das grösste Potenzial für den Wohnungsbau liege in den stark unternutzten Industriearealen, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Regierungsrat möchte bis 2035 auf sechs Arealen zusätzliche Arbeits- und Wohnnutzungen ermöglichen. Eine bessere Nutzung dieser Flächen stelle einen grossen Beitrag dazu dar, um bis 2035 Wohnraum für bis zu 20 000 zusätzliche Einwohnerinnen und Einwohner zu schaffen. (sda/mgt)