UBS senkt erneut Wachstumsprognosen

UBS senkt erneut Wachstumsprognosen

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Die UBS senkt ihre Wachstumsprognosen für die Schweizer Wirtschaft für das kommende Jahr. Statt 1,4 Prozent erwartet sie neu noch eine Zunahme des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 0,9 Prozent, wie die Grossbank am Donnerstag mitteilte.
 
Bereits am 12. September hatte die UBS die Prognosen für das laufende Jahr von 1,3 auf 1,1 Prozent gesenkt. Die UBS halbierte nun auch die Inflationsprognose für 2013 auf 0,6 Prozent. In den vergangenen Monaten hätten sich die Wirtschaftsaussichten eingetrübt, stellte die UBS fest. Es sei zwar weiter mit Wachstum zu rechnen, die Prognosen müssten aber gesenkt werden.
  
Die Umfrageergebnisse der letzten Monate zeigten, dass sich die beiden Sektoren Industrie und Dienstleistungen etwas angenähert hätten. Die Schweizer Industrie habe sich auf einem tiefen Niveau stabilisiert und bei einigen Indikatoren sogar leicht verbessert. Zugleich sei beim Dienstleistungssektor langsam aber sicher in vielen Branchen eine Stagnation auf hohem Niveau sichtbar.
  
Mit der Prognose von 1,1 Prozent für das laufende Jahr liegt die UBS immer noch über den Prognosewerten anderer wichtiger Auguren, wie dem SECO, der SNB, der Credit Suisse, der KOF, Bakbasel oder Economiesuisse. Diese rechnen mit einem Wirtschaftswachstum von 0,9 bis 1,0 Prozent.
  
Die Einschätzung der UBS für das kommende Jahr gehört hingegen zu den pessimistischeren. SECO, SNB, Credit Suisse, KOF und Bakbasel erwarten ein BIP- Wachstum von zwischen 1,2 und 1,5 Prozent. (sda)