UBS Immobilienblasenindex hat sich minim erhöht

UBS Immobilienblasenindex hat sich minim erhöht

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Die Verschärfungen bei den regulatorischen Vorschriften zur Hypothekarvergabe drücken auf die Preise von Wohnimmobilien. Dies zeigt der UBS-Immobilienblasenindex für das zweite Quartal. Er hat sich gegenüber dem ersten Quartal nur geringfügig erhöht, nämlich um 0,02 Punkte auf 1,24.

Dass die Risiken auf dem Immobilienmarkt seit einem Jahr nicht mehr signifikant zugenommen haben, erachten die UBS-Immobilienexperten als „nicht selbstverständlich“. Denn das Umfeld für Immobilien sei im laufenden Jahr soweit hervorragend gewesen: Die langfristigen Zinsen haben sich seit Jahresbeginn halbiert, die Zuwanderung bleibt auch nach Annahme der Masseneinwanderungsinitiative auf dem hohen Niveau der Vorjahre, zudem läuft auch die Konjunktur gut. Dass die Preise für Wohnimmobilien in einem solchen Umfeld im Jahresvergleich nur um 2 Prozent angestiegen sind, wertet die UBS als Erfolg für die bisher getroffenen härteren Eigenkapitalvorschriften bei der Hypothekarvergabe.

Wie aus Erhebungen der Schweizerischen Nationalbank hervor geht, konnten 40 Prozent der Neuausleihungen die 5-Prozent-Tragbarkeitsnormen (Zinskosten bei einem Zinssatz von 5 Prozent dürfen einen Drittel des Bruttolohns nicht übersteigen) nicht erfüllen. Laut UBS zeigt dies, dass der  Wohnimmobilienmarkt über eine Verschärfung der Tragbarkeitsnormen stark beeinflusst werden kann. Aber auch die per 1. September gültigen neuen Selbstregulierungsvorschriften der Banken dürften die Preiswachstumsraten gemäss UBS dämpfen.

„Experimentierfeld Schweiz“

„Die Schweiz wird mit jeder weiteren Massnahme mehr und mehr zum Experimentierfeld, ob die Feinsteuerung des Immobilienmarkts über Vorschriften zur Hypothekarvergabe des Bankensektors gelingen kann“, heisst es dazu in der Medienmitteilung der Bank. Der Regulator habe eine glaubwürdige Bedrohungskulisse aufgebaut, sodass bei  einer neuerlichen Beschleunigung der Preis- und Verschuldungsdynamik die Regulierungsschraube weiter angezogen werde.  Preiswachstumsraten von schweizweit durchschnittlich gegen 5 Prozent jährlich wie in den Boomjahren 2008 bis 2011 werden damit wohl bis auf weiteres Geschichte sein. - Dennoch, verschlechtern sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen wider Erwarten und fallen auch die Immobilienpreise, so bleibt laut UBS offen, ob die regulatorischen Hürden wieder rechtzeitig abgeschafft werden können. (mai/mgt)

Regionale Risiken im zweiten Quartal

Die regionalen Risiken bleiben unverändert. Hohe Preissteigerungen bei Eigentumswohnungen von über 4 Prozent wurden in der Südschweiz und der Nordwestschweiz beobachtet. Am Genfersee und in Zürich bleiben die Wohnungspreise hingegen unter Druck, was angesichts der hohen Bewertung aber keine Entwarnung signalisiert. (mgt)