UBS-Immobilienblasenindex: Eigenheimrisiken in Zürich und Zentralschweiz

UBS-Immobilienblasenindex: Eigenheimrisiken in Zürich und Zentralschweiz

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Teaserbild-Quelle: Pascale Boschung
Eigenheim-Risiken in Zürich

Die Lage auf dem Schweizer Eigenheimmarkt hat sich im vierten Quartal 2018 nicht verschärft. Der Immobilienblasenindex der UBS steht wie im Quartal zuvor unverändert bei 0,87 Indexpunkten, wie die Grossbank am Donnerstag mitteilte.

Einfamilienhäuser in Estavayer-le-lac, Symbolbild.
Quelle: 
Pascale Boschung

Einfamilienhäuser in Estavayer-le-lac, Symbolbild.

Der Index befindet sich erneut klar unter der Marke von eins, über der der Risikobereich beginnt und ist weit von einer Blase entfernt. Damit hat sich die Lage seit dem Höhepunkt vom vierten Quartal 2017, als der Wert bei 1,21 Zählern stand, klar entspannt. Allerdings gilt dies nicht für alle Regionen. Nach wie vor stuft die Grossbank den Raum Zürich, die Zentralschweiz sowie die Regionen Basel, Lausanne und Lugano als Gefahrenregionen ein.

Im Berichtsquartal seien die inserierten Eigenheimpreise insgesamt gesunken, schreibt die Grossbank in ihrem vierteljährlich erscheinenden Bericht. Es seien im vierten Quartal 2018 zwar unverändert 31 Jahresmieten nötig gewesen, um ein vergleichbares Eigenheim zu erwerben. Aber im Verhältnis zu den Einkommen waren Eigenheimpreise rückläufig.

Das Preis-Einkommensverhältnis ging den Angaben zufolge damit das siebte Quartal in Folge zurück. Für den Erwerb eines Eigenheims im mittleren Preissegment wurden noch knapp 6,5 Jahreshaushaltseinkommen benötigt. Rückläufig waren auch die Konsumentenpreise, Einkommen und Mieten.

Raiffeisen ist anderer Meinung

Ein wenig anders sieht dies die Raiffeisenbank, die ihren Marktanteil im Schweizer Hypothekenmarkt auf 17,7 Prozent beziffert. Chefökonom Martin Neff macht gemäss Angaben in einer jüngst veröffentlichten Immobilienstudie kein Ende der seit einer Dekade ungebremst steigenden Eigenheimpreise aus.

Die leichte Abkühlung der Preisdynamik sei im Weihnachtsquartal wieder verflogen. Allerdings dürfte sich das Tempo wegen der getrübten Wirtschaftsaussichten und einer geringeren Zuwanderung verlangsamen. Mit einem Preiszerfall sei aber nicht zu rechnen, erklärt Chefökonom Neff.

Einig ist sich Raiffeisen mit der UBS bei der Beurteilung der Gefahrenregionen. Die mit Abstand stärkste Preisdynamik im Eigentumssegment sei in der Innerschweiz sichtbar. Hohe Zuwachsraten macht Raiffeisen auch in den Regionen Zürich, Ostschweiz, Bern und in der Südschweiz aus. Deutlich abgeschwächt habe sich die Preisdynamik dagegen in der Nordwest- und Westschweiz. (awp sda)