Tunnel für das rechte Bielerseeufer?

Tunnel für das rechte Bielerseeufer?

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Die jahrelangen Diskussionen über das Wie einer umweltverträglichen A5-Umfahrung von Biel münden offenbar in einen Konsens: Die Behördendelegation des Kantons Bern übernimmt die Änderungsvorschläge der regionalen Arbeitsgruppe zum bisherigen Projekt. Bis im Herbst 2011 soll ein neues generelles Projekt vorliegen.
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Der Westast der A5-Umfahrung von Biel soll einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in der Agglomeration Biel beitragen.
 
 
Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer hat den Entscheid der Behördendelegation zum weiteren Vorgehen bei der Planung der A5-Umfahrung von Biel bekanntgegeben. Daraus geht hervor, dass die Vertreter von Bund, Kanton und der betroffenen Gemeinden den bereits Anfang Juli vorgestellten Antrag der regionalen Arbeitsgruppe weitgehend übernehmen.
 
Die neue Planungsvorlage sieht nun einen Vollanschluss Biel-Zentrum beim ehemaligen Schlachthof und einen Halbanschluss in Richtung Bern am Südfuss vor. Der Anschluss des rechten Bielersee-Ufers wird in Brügg über eine Tunnelumfahrung von Port erfolgen. Das bisherige, bereits bewilligte Projekt das als Zubringer statt des Porttunnels eine Umfahrung von Nidau vorgesehen hatte, muss nun neu überarbeitet, aufgelegt und vom Bundesrat genehmigt werden. Von der neuen Planungsvorlage werden bis in einem Jahr auch ortsbildverträgliche Lösungen für die Anschlüsse und Tunnelportale erwartet.

250 Millionen Franken

Noch nicht entschieden ist das Vorgehen im Bereich Anschluss Biel Zentrum. Die regionale Arbeitsgruppe möchte eine Überdachung eines 270 Meter langen offenen Teilstücks. Die Mehrkosten, inklusive Entlüftung, werden dafür auf 250 Millionen Franken geschätzt. Wie die Berner Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Egger-Jenzer versichert, würden eine Variante ohne und eine Variante mit Überdeckung ausgearbeitet - in Absprache mit dem Bundesamt für Strassen. Die Umweltverträglichkeitsprüfung, die städtebauliche Begleitplanung und eine Kosten-Nutzen-Analyse werden Hinweise geben, in welchem Umfang eine Überdeckung sinnvoll sei. Bei den heutigen knappen Finanzen dürften vor allem die Mehrkosten für die Überdeckungsvariante noch zu reden geben.

Keine Chance für Tunnelverlängerung nach Südosten

Definitiv vom Tisch ist für die kantonalen Behörden die Forderung des Initiativkomitees für eine Tunnelverlängerung nach Südosten und den entsprechenden Anschluss über eine neue Aarebrücke. Abgelehnt wird auch eine Verlängerung des Tunnels als Umfahrung von Ipsach. Das neue, bzw. überarbeitete generelle Projekt wird voraussichtlich im Herbst 2011 vorliegen und anschliessend zur Mitwirkung aufgelegt. Mit einem Entscheid des Bundesrates ist im Jahr 2013 zu rechnen. (mai/sda)