Toter bei Dacheinsturz im Fussballstadion

Toter bei Dacheinsturz im Fussballstadion

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Beim Einsturz des Tribünendachs des Fussballstadions im holländischen Enschede ist ein Mann getötet worden; 14 weitere wurden verletzt.
 
Zehn von ihnen mussten mit Rettungswagen und sowie einem Helikopter in Spitäler gebracht werden, bei Zweien sind die Verletzungen schwer. Augenzeugen sprachen von chaotischen Szenen, nachdem die Dachkonstruktion am Mittag innerhalb von Sekunden in sich zusammengefallen war. „Es gab einen furchtbaren Knall“, sagte einer der Bauarbeiter, der mit Hautabschürfungen davongekommen war. „Wer konnte, rannte um sein Leben.“ Nach dem ersten Schreck habe er seine Frau angerufen. „Sie war echt erleichtert.“ Rettungskräfte suchten noch Stunden nach dem Einsturz mit Spezialkameras die Trümmer nach Verschütteten ab. Dies war laut Bürgermeister Den Oudsten allerdings nur eine Vorsichtsmassnahme. Die Ursache des Einsturzes soll eine Expertengruppe klären. Medienberichten zufolge beschädigte ein Kran die Dachkonstruktion und brachte Bereiche davon zum Einsturz.
 
Das neue Dach ist Teil einer vor mehreren Wochen begonnenen Modernisierung des traditionsreichen Stadions „De Grolsch Veste“ des Fussballklubs Twente Enschede. Es soll künftig 30'000 und damit mehreren tausend Zuschauern mehr als bisher Platz bieten. Die „Tukker“, wie die Twente-Fussballer genannt werden, wollten neues Stadion spätestens Anfang August einweihen. Mit dem Unfall dürfte sich die Fertigstellung um etliche Wochen verzögern. (mai/sda)