Tierpark baut Auffang- und Quarantänestation

Tierpark baut Auffang- und Quarantänestation

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Teaserbild-Quelle: Natur- und Tierpark Goldau

Der Natur- und Tierpark Goldau erstellt ein multifunktionales Gebäude mit Auffang-, Pflege und Quarantänestation. Für den 4,7 Millionen Franken teuren Bau müssen noch 700 000 Franken Spenden gesammelt werden.

Der Natur- und Tierpark Goldau braucht dringend ein multifunktionales Gebäude mit Auffang-, Pflege- und Quarantäne-Station, Futterversorgung, tiermedizinischen Behandlungsräumen sowie Tierpflege-Infrastruktur. Die bestehenden Gebäude sind überall im Park verteilt und entsprechen den Anforderungen an einen modern geführten Zoo seit längerem nicht mehr. Jetzt ist die Baubewilligung für das Projekt eingetroffen. Der Natur- und Tierpark Goldau kann mit dem Bau starten. Die Detailplanung ist zum grössten Teil abgeschlossen. Das Gebäude wird in unmittelbarer Nähe des Tierparks am Depotweg 22 in Goldau erstellt. Dort befindet sich ein ehemaliges Lagergebäude der Armee, das dem Neubau weichen muss. Mit den Abbrucharbeiten soll möglichst bald begonnen werden, wie der Tierpark mitteilt.

Im Baubewilligungsverfahren wurde das Projekt mit Auflagen belegt. So müssen deutliche Mehrinvestitionen für den Brandschutz und für Kanalisations-Trennsysteme geleistet werden. Hinzu kommen zusätzliche Anforderungen an den Betrieb von Heizung, Lüftung und Klimaanlage. Wegen dieser Auflagen wurde das Kostendach auf 4,7 Millionen Franken angehoben. Der Natur- und Tierpark Goldau ist laut der Mitteilung weiterhin bestrebt, so viele Einsparungen wie möglich zu erzielen.

Für den Bau des multifunktionalen Gebäudes sind bereits Spenden von 4 Millionen Franken zugesagt worden. Die Stiftung des Natur- und Tierparks Goldau steuert eine Million Franken bei. Jetzt sollen noch rund 700 000 Franken Spenden gesammelt werden. Im Sommer 2016 soll das multifunktionale Gebäude stehen.

Der europäische Zooverband hat dem Natur- und Tierpark Goldau im April 2015 ein gutes Screening-Attest ausgestellt. Dies unter der Voraussetzung, dass das multifunktionale Gebäude gebaut wird. Auch dieses Jahr mussten die Findel- und Pflegetiere an verschiedenen Standorten untergebracht werden, was die Betreuung aufwendig und schwierig machte. (stg)