Tiefere Unfallprämien im Bauhauptgewerbe

Tiefere Unfallprämien im Bauhauptgewerbe

Gefäss: 
Während bei den Krankenkassen für 2010 ein weiterer Prämienschub ansteht, kann die Suva ihre Prämien für das kommende Jahr insgesamt stabil halten. Im Bauhauptgewerbe sinken die Bruttoprämien sogar leicht. Möglich machen dies ein straffes Kostenmanagement und Erfolge in der Prävention.
 
Die solide Finanzierung sowie Erfolge in der Prävention und Wiedereingliederung erlauben es, die Nettoprämien für das Jahr 2010 zum dritten Mal hintereinander zu senken. Wie die Suva in einer Mitteilung schreibt, beträgt die durchschnittliche Prämienreduktion für das Jahr 2010 in der Berufsunfallversicherung (BUV) über alle Branchen hinweg drei Prozent, in der Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) fünf Prozent.
 
Im Bauhauptgewerbe fällt die Nettoprämie für 2010 laut Suva gar um sechs Prozent tiefer aus, die NBUV-Prämien sinken um drei Prozent. Dabei handelt es sich um Durchschnittswerte. Bei grösseren Unternehmen, die ein Bonus-Malus-System oder eine Erfahrungstarifierung haben, ist je nach Risikoverlauf auch eine stärkere Reduktion oder aber – im schlechteren Fall – eine Erhöhung der Prämie möglich.
 
Wegen der Finanzkrise reichte der Ertrag aus dem Anlagevermögen im vergangenen Jahr nicht aus, den gesetzlich vorgeschriebenen Teuerungsausgleich auf den Renten zu garantieren. Aus diesem Grund muss gemäss Suva der auf der Nettoprämie erhobene Teuerungszuschlag von derzeit drei Prozent ab dem Jahr 2010 auf sieben Prozent angehoben werden. Per Saldo bleiben die Bruttoprämien über alle Branchen somit stabil. Im Bauhauptgewerbe sinken sie sogar leicht.
 
Für bei der Suva versicherte Unternehmen ist diese Entwicklung der Unfallprämien vorteilhaft, da die Lohnnebenkosten dadurch stabil gehalten werden können. Der Werkplatz Schweiz wird in der momentan schwierigen Zeit also nicht zusätzlich durch höhere Prämien belastet.
 
Entscheidend zu stabilen Prämien trägt laut Suva die Prävention bei. Seit der Einführung des Unfallversicherungsgesetzes 1984 hat sich die Anzahl Berufsunfälle je 1000 Personen um fast einen Viertel reduziert. Allein in den letzten zehn Jahren sank das Berufsunfallrisiko im Bauhauptgewerbe um mehr als zehn Prozent.
 
Vorteilhaft auf die Kostenentwicklung wirkt sich gemäss Suva die Leistungs- und Rechnungskontrolle aus: Anhand von Arzt- und Operationsberichten werden Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Behandlung kontrolliert.