Tiefere Erträge bei Immobilienfirmen

Tiefere Erträge bei Immobilienfirmen

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Der Wind wird offenbar rauer: Gleich zwei Immobilienunternehmen haben heute ihre Zahlen bekanntgegeben. PSP Swiss Property musste einen Gewinnrückgang hinnehmen. Bei Allreal fiel der Ertrag tiefer aus – allerdings verdiente das Unternehmen unter dem Strich mehr.

Der Reingewinn der Immobiliengesellschaft PSP Swiss Property hat letztes Jahr 4,8 Prozent weniger verdient. Wie es in einer Mitteilung heisst, ist der Reingewinn (ohne Bewertungseffekte) auf 161,3 Millionen Franken gesunken (Vorjahr 169,3 Millionen). Inklusive Bewertungsdifferenzen legte er allerdings von 175,3 auf 187,7 Millionen zu.

Vor allem wegen zusätzlicher Sanierungsarbeiten ging der Liegenschaftsertrag um 2,1 Millionen Franken zurück. Aus dem Verkauf von Eigentumswohnungen ergab sich ein geringerer Erfolg von 3,6 Millionen Franken. Sind 2014 noch 101 Eigentumswohnungen übertragen worden, waren es letztes Jahr gerade noch deren 17.

Das Immobilienportfolio umfasste im vergangenen Geschäftsjahr neben 163 Büro- und Geschäftshäusern diverse Entwicklungsobjekte. Der Bilanzwert betrug 6,725 Milliarden Franken (Vorjahr 6,608 Millionen).

Das Eigenkapital von PSP ist beinahe konstant geblieben. Mit einer Quote von 57 Prozent lag es bei 3,87 Milliarden Franken.

Für das angelaufene Geschäftsjahr rechnet die Gesellschaft mit einem weiterhin hart umkämpften Markt für den Kauf von Liegenschaften – nicht zuletzt wegen der tiefen Zinsen. Ausserdem erwartet man für 2016 ein Ebitda von rund 240 Millionen Franken gegenüber 232,7 Millionen im abgelaufenen Jahr.

Allreal profitiert von Neubewertung

Bei Allreal ist die Gesamtleistung letztes Jahr um rund 23 Prozent auf 793,9 Millionen Franken gefallen. Wie es in einer Mitteilung heisst, entwickelte sich insbesondere der umsatzmässig grösste Geschäftsbereich Generalunternehmung schwach. Der Erfolg brach gegenüber dem Vorjahr um fast einen Viertel ein. Das Unternehmen führt dies auf den Verkauf einer grösseren Entwicklungsliegenschaft im Vorjahr zurück. Ausserdem seien deutlich mehr Eigenprojekte realisiert worden.

Schlecht geht es der Immobilienfirma aber trotzdem nicht. Die externen Liegenschaftsschätzer bewerteten Allreals Immobilienpark aus 64 Anlageliegenschaften per Ende 2015 auf 3,5 Milliarden Franken. Daraus ergibt sich eine positive Wertkorrektur um 15,8 Millionen Franken. Dieser Umstand habe wesentlich dazu beigetragen, dass der Reingewinn im Vergleich zum Vorjahr um rund 17 Prozent auf 121,9 Millionen Franken gestiegen sei. Ohne Neubewertungseffekt wäre das Ergebnis unter dem Strich nur ein halbes Prozent höher ausgefallen. Der Effekt zeigt sich auch auf Stufe Betriebsgewinn: Er legte um 13 Prozent auf 193,2 Millionen zu. Ohne ihn hätte er mit einem Plus von lediglich 0,3 Prozent praktisch stagniert.

In die Zukunft blickt das Unternehmen verhalten optimistisch. Man rechne mit einem operativen Unternehmensergebnis, das in etwa jenem des Vorjahres entsprechen dürfte, heisst es. (sda/pd/mt)