„The Big Lebowski“: Filmkulisse für Los Angeles‘ Kunstmuseum

„The Big Lebowski“: Filmkulisse für Los Angeles‘ Kunstmuseum

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle:
In der Sheats-Goldstein Residence drehten die Coen-Brüder "The Big Lebowski". (Jeff Green / zvg LACMA) 1/11

Die Villa des Pornoproduzenten aus „The Big Lebowski“ wird zum Museumsstück. Ihr Besitzer schenkt sie dem Kunstmuseum von Los Angeles. Und damit  auch Architekturfreunden und Fans des Dude: In dem Gebäude sollen langfristig auch Ausstellungen stattfinden können.

Sie ist eine Architekturikone: die „Sheats Goldstein Residence“ in Los Angeles. Allerdings ist die von John Lautner entworfene Villa mit dem pyramidenförmigen Dach sowie der Sofalandschaft mit Blick auf einen türkisfarbenen Pool mehr das. Sie diente immer wieder als Filmkulisse. Unter anderem residierte Pornofilmproduzent Jackie Treehorn in „The Big Lebowski“  hier. Und nun avancierte das Gebäude zum Museumsstück: Immobilienmogul John F. Goldstein, sein aktueller Besitzer, schenkt esdem Kunstmuseum von Los Angeles (LACMA). „Ich möchte, dass das Haus jungen Architekten als Inspiration dienen kann“, sagte Goldstein gegenüber der Los Angeles Times. Mit seiner Gabe will er „gute Architektur“ in der kalifornischen Metropole fördern.

1972 hatte Goldstein das zwischen 1962 und 1963 erbaute Anwesen gekauft, wenig später liess er es von Lautner erweitern und umbauen. „Ursprünglich war es mit einem sehr kleinen Budget errichtet worden“, so Goldstein. „Ausser im Wohnzimmer gab es keinen Beton. In den übrigen Räumen hatte man Gips und Resopal vewendet.“  Das wurde im Zuge des Umbaus geändert. Zudem erhielt die grosszügige Fensterfront durchgehendes Glas, und die Umgebung der Villa wurde mit einem üppigen, urwaldartig anmutenden Garten versehen. Es sei nicht sein Ziel gewesen, das Haus wieder in den Urzustand zu versetzen, sondern es zu perfektionieren.

Nachdem es nun dem LACMA gehören wird, hat Goldstein zugestimmt, dass in seinem Zuhause hin und wieder Führungen und Anlässe stattfinden können. Langfristig stellen sich die Verantwortlichen vor, es für Ausstellungen, Gönner und Konferenzen zu öffnen. (mai)