Teure Tramhaltestelle: Baselbieter machen Bullaugen

Teure Tramhaltestelle: Baselbieter machen Bullaugen

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Teaserbild-Quelle: Bild: Kunz und Mösch Architekten
Ende Oktober des Jahres wird in Münchenstein nichts mehr sein, wie es war. Der Bahnübergang wird endlich behindertengerecht gestaltet und die neue Tramhaltestelle Ruchfeld wird verschoben. Um rund 120 Meter.

Ziel der Massnahme für Millionen (Franken, nicht Fahrgäste) ist, der neuen Hochschule für Gestaltung und Kunst einen attraktiveren Ort zum Warten auf die Tram zu spendieren. Das Kunstfreilager auf dem Freilagerplatz soll endlich einen öffentlichen Eingang erhalten, weshalb die Christoph Merian Stiftung die Hälfte der Kosten trägt.

Das Design der neuen Tramhaltestelle, für das Kunz und Mösch Architekten aus Basel verantwortlich zeichnen, orientiere sich architektonisch an Typologie und Ästhetik der Lagergebäude auf dem Dreispitz, erläuterte Stiftungssprecher Toni Schürmann kürzlich in einem Fernsehinterview. 2,5 Millionen Franken kostet der Spass, was dem "Blick" heute eine Schlagzeile wert war. Das ist sicher viel Geld, doch die zwei vorgefertigten L-Profile aus Stahlbeton mit gläsernen Bullaugen, die die Fahrgäste vor Wind und Wetter schützen sollen, stellen schliesslich nur einen Bruchteil aller Baumassnahmen dar, die zur Verlegung einer Tramhaltestelle notwendig sind.(tw)