Tessiner Klinikverband hat grosse Spital-Pläne

Tessiner Klinikverband hat grosse Spital-Pläne

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Teaserbild-Quelle: zvg

Ein Spitalneubau in Bellinzona, eine Komplettsanierung in Lugano und einer Runderneuerung in Mendrisio – dies sind die Pläne des Tessiner Klinikverbands (EOC). Bis 2030 will man mehrere Hundert Millionen Franken investieren.

Heute hat der Klinikverband des Tessins seine Pläne für die Spitäler in der Sonnenstube der Schweiz vorgestellt. Demnach soll das Spital San Giovanni in Bellinzona auf einer grösseren Fläche komplett neu gebaut werden. Der jetzige Komplex wurde 1940 errichtet und schon sechs Mal renoviert. Noch sei aber kein Entscheid gefallen, wo das neue Spital genau realisiert werden könne, heisst es. Die Verhandlungen mit den Gemeindevertretern in Bellinzona und Giubiasco seien noch nicht abgeschlossen.

Die zweite grosse Klinik im Tessin ist das Civico in Lugano. Der 36 Jahre alte Bau soll generalsaniert werden. Im runderneuerten Spital soll dann laut EOC auch die nötige Infrastruktur für den Masterstudiengang Medizin vorhanden sein, der in den kommenden Jahren gemeinsam mit der Universität der Italienischen Schweiz (USI) ins Leben gerufen werden soll.

Auch im Süden des Kantons will der Verband investieren: In Mendrisio soll das Spital bis 2019 für rund 30 Millionen Franken erneuert und erweitert werden.

Kredit aufnehmen

Die Gesamtkosten dürften mit mehreren Millionen Franken zu Buche schlagen. Um dies stemmen zu können, müsse der EOC höchstwahrscheinlich einen Kredit aufnehmen, sagte  GiorgioPellanda, Generaldirektor des Klinikverbands. Der Kanton Tessin könne aufgrund der angespannten Finanzlage dem kantonalen Spitalverbund kein Geld zuschiessen. Aktuell sei der EOC jedoch schuldenfrei. (pd/mt)