Zürcher BZO: Streit zwischen Heimatschutz und Stadt beendet

Zürcher BZO: Streit zwischen Heimatschutz und Stadt beendet

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Heimatschutz und Zürich beenden Streit

Im Streit um die Teilrevision der Zürcher Bauzonenordnung (BZO 2016) konnten sich der Heimatschutz und die Stadt Zürich einigen. Laut dem Zürcher Hochbaudepartement ist damit nun ein wichtiger Schritt für die Teil-Inkraftsetzung der Regeln getan.

Zürich
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Der Heimatschutz fürchtete, dass in der teilrevidierten Zürcher BZO zu wenig Rücksicht auf das Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz genommen wird.

In der neuen BZO war nach Ansicht des Heimatschutzes das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder (IOS) nicht ausreichend berücksichtig worden. Er rekurrierte gegen die neuen Vorschriften. Damit  konnten sie nicht in Kraft gesetzt werden, was zur Folge hatte, dass zahlreiche Bauprojekte nicht bewilligt werden konnten – oder nur aufgrund der noch geltenden BZO von 1999.

Nun hat der Heimatschutz die teilrevidierte BZO grundsätzlich gutgeheissen. „Nach intensiven und konstruktiven Gesprächen“ konnte laut Hochbaudepartement zwischen Stadt und Heimatschutz eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Der Heimatschutz zieht seinen Rekurs zurück. Derweil überprüft die Stadt insgesamt 16 im IOS aufgeführte Gebäude und nimmt sie danach je nachdem ins Inventar der kunst- und kulturhistorischen Objekte von kommunaler Bedeutung auf. Zudem will man bei der nächsten Inventarprüfung auch Objekte ganzer ISOS-Baugruppen unter die Lupe nehmen. Und bei der nächsten BZO-Teilrevision sollen dann ISOS-Schutzziele in die Abwägungen mit einbezogen werden, wie das Hochbaudepartement mitteilt.

Die Zürcher Vereinbarung zum ISOS besitze „nationalen Leuchtturmcharakter“ schreibt der Heimatschutz dazu in seinem Communiqué. Er erachtet sie als ein „deutliches“ Zeichen dafür, dass „die wiederholten massiven politischen Angriffe im eidgenössischen Parlament auf das Bundesinventar und die Ortsbildpflege ungerechtfertigt und sachlich falsch  sind“.  Hochbauvorsteher André Odermatt meint zur Vereinbarung, dass mit ihr nun „die Tür weit aufgestossen“ für eine Teil-Inkraftsetzung der revidierten BZO sei. (mai)