Technorama-Brücke - das "Wunder" von Winterthur

Technorama-Brücke - das "Wunder" von Winterthur

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Teaserbild-Quelle: zvg

Es grünt nicht nur bald beim Technorama in Winterthur, sondern es wächst auch in die Höhe. Beim  „Swiss Science Center“ ist neben einer üppigen Parklandschaft eine sogenannte Wunderbrücke geplant: Auf einer Höhe zwischen zirka 10 und 17 Metern  und auf einer Länge von 130 Metern lädt sie mit besonderen Exponaten zum Staunen und Verweilen ein.  Dieser Tage wurde das Baugesuch eingereicht.

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zvg
Die Brrücke erinnert an ein riesiges "W".

Die Idee zum imposanten Stahlbauwerk und zum Park entwickelten Initianten vom Technorama gemeinsam mit Fachleuten des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverband (SIA) gemeinsam. Mit von der Partie waren die Landschaftsarchitekten Rotzler Krebs Partner GmbH, die Bauingenieure Conzett Bronzini Partner AG, die Wasserbauingenieuren Hunziker Betatech AG und ein Projektleiter der Hämmerle + Partner GmbH. Als beratender Architekt amtete Mike Guyer vom Architekturbüro Gigon/Guyer.  

Die Brücke quert den Riedbach und verläuft parallel zum Technorama-Gebäude. Mit einer Höhe zwischen 10.3 und 16.80 Metern verläuft sie mehrheitlich über den Baumkronen und bietet damit eine grosszügige Aussicht auf die Eulachstadt. Auf die Brücke gelangen die Besucher über Treppen oder einen Lift.

Die filigrane Konstruktion ist aber mehr als eine spektakuläre Aussichtsplattform: Sie ist gleichzeitig auch eine Ausstellungsfläche. Dies ist einer der Gründe, dessentwegen sich Technorama und SIA-Fachleute für Stahl als Baumaterial entschieden haben: Er ermögliche eine filigrane Ausbildung und könne die zum Teil hohen Lasten der Exponate problemlos aufnehmen, heisst es auf der Website zum Projekt. Während Innenstruktur und Geländer aus Stahl bestehen, ist aber für Treppenstufen und Plattformboden Lärchenholz vorgesehen. Nachts beleuchten LED die Brücke. Sie werden unterhalb des Oberdecks angebracht und beleuchten die Stahlträger in Richtung Boden. Weil sich die einzelnen LED separat ansteuern und sich mit ihnen unterschiedliche Farben erzeugen lassen, kann mit ihnen bei besonderen Veranstaltungen das Bauwerk entsprechend in Szene gesetzt werden.

Daneben wird die rund zwei Fussballfelder grosse Anlage um das Technorama neu gestaltet. Während sich heute gerade Mal zehn Exponate im Park befinden, soll ihre Zahl erhöht werden. Technoramabesucher so „spektakuläre Erfahrungen mit Naturphänomenen in XXL-Dimensionen“  machen können. Läuft alles nach Plan, ist es im April 2019 dann so weit. Der Baubeginn ist für 2017 vorgesehen. Wie das Technorama mitteilt, wird mit Baukosten von 15.5 Millionen Franken gerechnet. (mai)