Tausend Mal günstig wohnen im Leutschenbach

Tausend Mal günstig wohnen im Leutschenbach

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Rund tausend günstige Wohnungen sollen während der kommenden Jahre im Quartier Leutschenbach in Zürich Nord entstehen. Damit will die Stadt die Erfüllung des Volksauftrags - Erhöhung des Anteils gemeinnütziger Wohnungen auf einen Drittel aller Mietwohnungen - weiter vorantreiben.

Die vorgesehenen Wohnsiedlungen werden auf zwei städtischen Arealen gebaut: Auf 21'400 Quadratmetern in Leutschenbach Mitte und auf 65'000 Quadratmetern an der Thurgauerstrasse West. Für die städtische Überbauung in Leutschenbach Mitte startet Ende dieses Monats ein Wettbewerb. In der Wettbewerbskommission wirke auch eine Quartiervertretung mit, erklärte dazu Finanzvorstand Daniel Leupi an der Medienkonferenz.

Geplant sind rund 400 Wohnungen, vor allem für Familien und für „vielfältige andere Haushaltformen“. Die Wohnungen sollen preisgünstig gebaut werden, auf Luxus wird verzichtet. Die Wohnflächen seien „am unteren Limit“ der kantonalen Vorgaben. Hochhäuser werden aus Kostengründen nicht gebaut. Das Erdgeschoss soll verschiedenen Nutzungen offen stehen und zur Quartierbelebung beitragen.

Anstoss zur Errichtung einer grossen kommunalen Wohnsiedlung gab 2009 eine vom Gemeinderat unterstützte Einzelinitiative. Nach Abschluss des Wettbewerbs soll dem Gemeinderat im Sommer 2017 eine Objektkredit-Vorlage unterbreitet werden, im Herbst könnte dann die Volksabstimmung folgen. Läuft alles nach Plan, ist die Siedlung Ende 2020 bezugsbereit.                                                      

Thurgauerstrasse West

Auf dem Areal an der Thurgauerstrassse West sollen 400 bis 800 gemeinnützige Wohnungen entstehen, ein Schulhaus und ein Quartierpark. Zudem sind Gewerbeflächen vorgesehen. Bauen wird nicht nur die Stadt, sondern auch andere gemeinnützige Bauträgerschaften. Nähere Details sind noch nicht bekannt. Wie Bauvorstand André Odermatt erklärt, ist für dieses Areal ist ein Gestaltungsplan vorgeschrieben. Die entsprechenden Grundlagen wird in einer Testplanung voraussichtlich bis Ende Jahr erarbeitet sein. Der Gestaltungsplan soll dann spätestens Ende 2017 festgesetzt und genehmigt werden. Die ersten Überbauungen auf dem Areal dürften nicht vor 2022 fertig sein.

Zurzeit befinden sich auf dem Areal noch Familiengärten. Den Gärtnern sein allerdings bewusst, dass ihre Gärten in der Bauzone liegen und nicht für immer dort bleiben könnten, so Leupi. Man sei mit ihnen schon seit längerem im Gespräch. (mai/sda)

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Das Leutschenbach-Quartier ist ein wichtiges Entwicklungsgebiet der Stadt Zürich. (Im Bild: Leutschenbach-Tower)