Swiss Made hat Hochkonjunktur

Swiss Made hat Hochkonjunktur

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Teaserbild-Quelle: Thomas Staenz
Der zur Metall Zug Gruppe gehörende Haushaltapparate-Hersteller V-Zug hat im letzten Geschäftsjahr einen neuen Umsatzrekord erzielt. Trotz bevorstehender Konjunkturabschwächung geben sich die Verantwortlichen auch für 2012 optimistisch.
Thomas Staenz
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Thomas Staenz
V-Zug Direktionspräsident Jürg Werner konnte einen positiven Jahresabschluss präsentieren.
 
V-Zug Direktionspräsident Jürg Werner konnte anlässlich der Präsentation des Jahresabschlusses 2011 einen neuen Rekord vermelden. Trotz internationaler Schuldenkrise und dem starkem Schweizer Franken stieg der Umsatz der Haushaltapparate-Herstellerin um 1 Prozent auf 485.5 Millionen Franken. Weitere Zahlen wurden nicht bekannt gegeben. Für das gute Ergebnis nannte Jürg Werner verschiedene Gründe. Einerseits stieg die Nachfrage nach den technisch und qualitativ hochstehenden Geräte aus dem Ausland kontinuierlich. Mittlerweile ist das Zuger Unternehmen in Deutschland, Frankreich, den Benelux-Ländern, UK, Irland, Norwegen, Russland, Schweden, Libanon, Israel, Singapur, Malaysia, Hong Kong, China und, Australien durch eigene Organisationen, Agenturen oder Importeure präsent. Zudem konnten im fernen Osten erfolgreich erste Referenzobjekte in Singapur und China realisiert werden. Neu wurde auch die V-Zug Europe BVBA mit Sitz in Waregem, Belgien, gegründet, welche Deutschland angegliedert ist. Erfreulich entwickelten sich laut Werner auch die Geschäfte im hart umkämpften US-amerikanischen Markt.
 

Keine Verlagerung ins Ausland

Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Export um fast 50 Prozent gesteigert werden. Die aktuelle Frankenstärke bereitet dem Auslandsgeschäft zwar einige Probleme, dennoch will Jürg Werner von einer Auslagerung von Stellen ins Ausland nichts wissen. Denn stark verantwortlich für die guten Leistungen ist laut Werner die lebendige und offene Firmenkultur am Produktionsstandort Zug. Einerseits würden pro Jahr rund 60 Lehrlinge in den verschiedensten Sparten ausgebildet, andererseits werde die Weiterbildung stark gefördert. „Gut ausgebildete Fachkräfte sind für uns und die Schweiz wichtig“, sagte Werner.

 

Positiver Ausblick für 2012

Das laufende Geschäftsjahr dürfte sich laut dem Direktionspräsidenten wiederum positiv entwickeln. In erster Linie macht er dafür die hochstehende Produktepipeline und die damit verbundenen Geräte-Innovationen seiner Firma verantwortlich. So wird beim Waschautomaten Adora dank dem Programm „Dampfglätten“ das Bügeln überflüssig. Im Bereich der Geschirrspüler heisst die Zauberformel „SteamFinish“ und garantiert fleckenfreies Spülgut. Von Optimismus zeugt auch die in diesem Jahr geplante Erweiterung der Fabrikation am Stammsitz. Werner beziffert das Volumen auf rund 40 bis 50 Millionen Franken und liefert damit auch ein starkes Bekenntnis zum Standort Zug. (tst)