Suva senkt Prämien erneut

Suva senkt Prämien erneut

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Die Suva hat 2012 das drittbeste Ergebnis ihrer Geschichte erzielt. Per 2014 senkt sie deshalb die Prämiensätze erneut und gibt 120 Millionen Franken an die Versicherten zurück. Eine konsequente Kostenkontrolle und die überdurchschnittliche Anlageperformance machen es möglich.
 

 

„Wir haben ein sehr gutes 2012 absolviert“, freute sich Ulrich Fricker, Vorsitzender der Geschäftsleitung, anlässlich der Bilanzmedienkonferenz der Suva. Mit 247 Millionen Franken Gewinn verdoppelte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt ihr Vorjahresresultat, was das drittbeste Ergebnis seit ihrem Bestehen darstellt. Geholfen hat die weiterhin starke Binnenkonjunktur, gerade im Bauhaupt- und Baunebengewerbe, welche die versicherte Lohnsumme um überraschende 2 % ansteigen liess. Die Prämieneinnahmen sanken 2012 somit nur um 4,6 %, trotz der letztjährigen markanten Senkung der Prämiensätze. Das gute Resultat erlaubt die Prämien per 2014 zum siebten Mal in Folge zu senken und dies um durchschnittlich 1 % in der in der Berufsunfallversicherung und 2 % in der Nichtberufsunfallversicherung. Der weitere Abbau von Ausgleichsreserven, den die positive Geschäftsentwicklung 2014 erneut zulässt, reduziert die Prämien in der Berufsunfallversicherung zusätzlich. «Die Suva gibt ihren Versicherten insgesamt rund 120 Millionen Franken in Form von tieferen Prämien zurück», so Fricker. Dies führe zu geringeren Lohnnebenkosten und stütze den Werkplatz Schweiz.

Zwei Millionen Rechnungen überprüfte die Suva elektronisch und manuell. Mit diesem Verfahren verhinderte sie ungerechtfertigte Auszahlungen in Höhe von 100 Millionen Franken. Aber auch beim Versicherungsmissbrauch erzielten die Suva-Mitarbeitenden weitere Fortschritte. Von 2007 bis 2012 konnten sie ungerechtfertigte ­Versicherungsleistungen in der Höhe von insgesamt über 76 Millionen Franken aufdecken beziehungsweise zurückfordern. 2012 führte die Suva zudem das Management für Leistungserbringer ein. Mit Spitälern, Arztpraxen und anderen medizinischen Einrichtungen wurden insgesamt rund 150 persönliche Gespräche geführt und Massnahmen definiert, um die Zusammenarbeit zu optimieren oder gegebenenfalls die Heilkosten zu senken. (gd)

Mehr über das Thema erfahren Sie im Artikel " Prämien weiter im Sinkflug" in der Augabe 27.

Leben bewahren

Jedes Jahr sterben in der Schweiz gegen 100 Menschen an den Folgen eines Arbeitsunfalls. Ebenso viele Unfälle enden mit einer schweren Invalidität. Um diese Zahlen zu senken, legt die Suva den Fokus in der Prävention gezielt auf Arbeitsplätze mit hohen Risiken.

Mit dem Präventionsprogramm «Vision 250 Leben» hat sich die Suva zum Ziel gesetzt, ab 2012 innerhalb von zehn Jahren 250 Berufsunfälle mit Todesfolge und ebenso viele schwere Invaliditätsfälle zu verhindern. Dazu muss die jährliche Anzahl schwerer Unfälle mehr als halbiert werden.

Im Zentrum des Programms stehen die ­«Lebenswichtigen Regeln». Diese Regelsets erarbeitet die Suva sukzessive gemeinsam mit Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften spezifisch für alle Branchen und Tätigkeiten mit hohen Risiken. 2012 kamen beispielsweise neue Regeln für Elektrofachleute und das ­Arbeiten auf Dächern und an Fassaden hinzu. Beim Einhalten der Regeln gilt Null-Toleranz. Wird eine lebenswichtige Regel verletzt, heisst es: Stopp, die Arbeiten einstellen und die gefährliche Situation beseitigen. Mehr über die Massnahmen erfahren Sie hier. (mgt/gd)