Stuttgarter sollen Altstätter Gefängnis erweitern

Stuttgarter sollen Altstätter Gefängnis erweitern

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Teaserbild-Quelle: Bilder zvg

Das Regionalgefängnis in Altstätten SG muss erweitert und erneuert werden. Das kantonale Hochbauamt hat einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben, den Architekten aus Stuttgart gewonnen haben.

Das Regionalgefängnis im st. gallischen Altstätten muss aufgrund der Reorganisation der Gefängnisse im Kanton sowie der Trennungsvorschriften für verschiedene Haftarten umstrukturiert und erweitert werden. Heute verfügt die Anlage über 45 Plätze, künftig sollen es 126 sein. Das Hochbauamt hat deshalb einen anonymen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Ziel war es, das bestehende Gefängnis sowie das angegliederte Untersuchungsamt räumlich und betrieblich sinnvoll zu erweitern.

„Gut strukturiert“

Das Siegerprojekt heisst laut einer Mitteilung „Hof und Höfe“ und stammt aus der Feder der Wulf Architekten GmbH aus dem fernen Stuttgart. Wie es heisst, überzeugte der Vorschlag mit einem „gut strukturierten, zweigeschossigen Erweiterungsbau, der mit Innenhöfen und eingezogenen Belichtungsräumen die Anlage aufwertet“. Insbesondere die im Obergeschoss liegenden, jeweils um einen zentralen Spazierhof angeordneten Wohngruppen unterstützten mit ihren guten räumlichen Qualitäten die Absichten des Gruppenvollzugs sowohl im Strafvollzug als auch in der Administration. Auch das Untersuchungsamt sei im bestehenden Gebäude neu auf zwei Geschossen gut organisiert.

Investitionsvolumen von 80 Millionen Franken

Das Bauprojekt soll unter der Federführung des Baudepartements bis Mitte 2017 ausgearbeitet werden. Ein Jahr später soll es dem Kanton und dem Stimmvolk vorgelegt werden. Die Kosten belaufen sich laut Mitteilung auf rund 80 Millionen Franken, wobei sich der Bund voraussichtlich mit 20 Millionen beteiligen wird.

Kleine Gefängnisse schliessen

Für das Hochbaudepartement ist klar, dass der Bedarf an einer Erweiterung ausgewiesen ist. Angesichts der Entwicklung der Gefangenenzahlen, des zusätzlichen Platzbedarfs für die ausländerrechtliche Haft und der gestiegenen Anforderungen an die Unterbringung und Betreuung der Inhaftierten müssten das Angebot erhöht und die Haftplätze aus wirtschaftlichen und betrieblichen Gründen auf wenige Standorte im Kanton konzentriert werden, ist im Communiqué zu lesen. Die Erweiterung des Regionalgefängnisses in Altstätten sei der erste Schritt hierzu. Damit werde die Aufhebung der kleinen Gefängnisse in Widnau, Flums, Bazenheid und Gossau möglich. (pd/mt)