Studie: Baubranche nutzt Fachkräfte gut

Studie: Baubranche nutzt Fachkräfte gut

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Teaserbild-Quelle: Bild: Frédéric Zwicker
Laut einer neuen Studie des Bundes arbeiten in der Schweiz rund 36 Prozent aller Erwerbstätigen in Berufen, die einen Verdacht auf Fachkräftemangel aufweisen. Die Baubranche nutzt ihr Potenzial angeblich gut.


Fachkräfte fehlen insbesondere in Management-Berufen, im Bereich Administration, Finanzen und Rechtswesen, in Gesundheitsberufen, in Lehr- und Kulturberufen sowie in Berufen der Technik und Informatik (MINT). Zu diesem Schluss kommt eine im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) verfasste Studie, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Der Fachkräftemangel beschränkt sich jedoch nicht nur auf diese Bereiche: Es handle sich um ein verbreitetes Phänomen, heisst es in der Studie. Betroffen seien vor allem Berufe und Berufsfelder, die höher qualifizierte Arbeitskräfte benötigen.

Quelle: 
Bild: Frédéric Zwicker
Arbeiter im Kieswerk.
 
Überdurchschnittlicher Beschäftigungsgrad
Für elf sogenannte Berufsfelder wurde für die Studie untersucht, wie gut das bestehende Fachkräftepotenzial genutzt wird. Dabei zeigte sich, dass das inländische Fachkräftepotenzial in den Berufsfeldern mit Verdacht auf Fachkräftemangel generell besser genutzt wird als in den übrigen Berufen, wie das SECO schreibt. Dies gilt gemäss der Studie insbesondere für die technischen Berufe sowie für die Bauberufe. Die Erwerbsquoten sowie der durchschnittliche Beschäftigungsgrad sind in diesen - von Männern dominierten - Berufen in der Regel überdurchschnittlich.
 
Potenzial unterdurchschnittlich ausgeschöpft
Es gibt gemäss dem Bericht jedoch auch Bereiche mit Fachkräftemangel, in denen das bestehende Fachkräftepotenzial weniger gut ausgeschöpft wird. So ist beispielsweise im Gesundheitswesen der Beschäftigungsgrad unterdurchschnittlich.
In den Berufsfeldern Unterricht und Bildung sowie Reinigung, Hygiene und Körperpflege liegen sowohl der Beschäftigungsgrad als auch die Erwerbsquote unter dem Durchschnitt. Hier gebe es "grössere Potenziale" zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung oder zur Erhöhung des durchschnittlichen Beschäftigungsgrades, schreibt das SECO.(sda/tw)