Streit um Standort der BFH: Kompromiss in Sicht

Streit um Standort der BFH: Kompromiss in Sicht

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Im Streit um die künftigen Standorte der Berner Fachhochschule (BFH) zeichnet sich ein Kompromiss ab: Die Stadt Bern soll BFH-Standort bleiben und einen Campus im Weyermannshaus erstellen. Derweil soll Burgdorf die "Lädere"

Diese Lösung ist eine von drei geprüften Varianten. Die vorberatende Begleitgruppe hält diese für die beste, wie die bernische Erziehungsdirektion am Dienstag mitteilte. Allerdings ist das letzte Wort ist noch nicht gesprochen: Denn nun liegt der Ball liegt beim Regierungsrat, und kommenden Frühling kommt das Geschäft noch ins Kantonsparlament.

Heute verteilt sich die Berner Fachhochschule auf 26 Gebäude in Bern, Biel und Burgdorf. Vor drei Jahren beschloss der Grosse Rat die verschiedenen Standorte zusammenzufassen und in Biel einen neuen Campus zu errichten, um die bisherigen Standorte der BFH von Burgdorf dorthin zu verlegen. Seither streiten sich Bern und Burgdorf darum, wer die übrigen Departemente erhält. Der Kanton stellte drei Varianten zur Diskussion: Je ein BFH-Standort in Burgdorf und Bern, ein BFH-Campus nur in Bern oder ein BFH-Campus in Bern und zugleich ein Umzug der Technischen Fachschule Bern (TF Bern) nach Burgdorf.

Die Begleitgruppe favorisiert dritte Variante. Damit würde die ehemalige „Lädere“ neu am Standort Gsteig in Burgdorf angesiedelt. Zudem soll am Jlcoweg im Tiergarten ein „TecLab“ entstehen. In dem Bildungszentrum sollen BFH und TF in den Bereichen Cleantech und in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zusammenarbeiten. Ihrerseits soll die Stadt Bern soll derweil am Standort Weyermannshaus einen neuen BFH- Campus bauen. Dort sollen die Departemente Wirtschaft, Gesundheit, Soziale Arbeit (WGS) und die Hochschule der Künste zusammengeführt werden.

„Eine Lösung mit viel Potenzial“             

Die Burgdorfer Stadtpräsidentin Elisabeth Zäch gehört ebenso zur Begleitgruppe wie ihr Berner Amtskollege Alexander Tschäppät. Zäch hält die nun favorisierte Variante für „eine Lösung mit viel Potenzial“, wie sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. „Natürlich wollte Burgdorf eigentlich den WGS-Campus“, räumte Zäch ein. Der nun vorliegende Kompromiss habe aber auch seine Vorteile. Die Tech-Tradition von Burgdorf werde gestärkt und mit dem innovativen TecLab ergänzt. Die Emmestadt bleibe ein wichtiger Bildungsstandort.

Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät sprach von einem „bildungs- und regionalpolitisch richtigen Entscheid2. Der Campus in Bern an einem uni- und zentrumsnahen Standort sei sinnvoll, zugleich trage man mit dem Umzug der „Lädere“ nach Burgdorf den Anliegen der Emmestadt Rechnung. „Alles in allem ist das eine ausgewogene Lösung“, sagte Tschäppät auf Anfrage.

Zur Begleitgruppe gehörten nebst Zäch noch sechs weitere Grossratsmitglieder. Vertreten waren auch der Gewerbeverband Berner KMU, der Handels- und Industrieverein (HIV), die Berner Fachhochschule und die Technische Fachschule Bern. (mai/sda)