Streit um Regensdorfs Fröschegrueb geht weiter

Streit um Regensdorfs Fröschegrueb geht weiter

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Der seit Jahren andauernde Streit um die Fröschegrueb in Regensdorf ZH geht in eine weitere Runde: Der Zürcher Heimatschutz reicht Beschwerde gegen den Ersatzneubau für das historische Gebäude ein. Das Projekt ist gemäss Heimatschutz eine „Karikatur“ des letzten Sommer trotz hängigem Verfahren abgebrochenen Bauernhauses aus dem 16. Jahrhundert.

Das Haus war 1559 erbaut worden und befand sich im Zentrum von Regensdorf. Zusammen mit der Kirche und zwei weiteren historischen Gebäuden bildete es gemäss Heimatschutz „ein prägendes Ensemble im Dorfbild“.  Vergangenen September wehrte sich der Heimatschutz gegen die seiner Ansicht nach „rechtswidrige Zerstörung“ mit einer  Beschwerde. Das Verfahren ist noch hängig. Trotzdem habe der Gemeinderat einen Neubau bewilligt, schreibt der Heimatschutz.  Bevor laut Heimatschutz überhaupt geklärt worden ist, ob dort überhaupt noch gebaut werden darf.

Nun reicht der Heimatschutz abermals  Beschwerde ein. Dieses Mal geht es um das Neubauprojekt, welches am einstigen Standort der Fröschegrueb entstehen soll. Es handle sich um „einen missglückten Versuch“ das Original zu imitieren. „Mit dieser Karikatur von Denkmalschutz wird das wertvolle Kulturgut des Kantons Zürich mit Füssen getreten.“ Des Weiteren bezeichnet der Heimatschutz den geplanten Neubau als „Pseudo Ballenberg“. Er moniert, dass dem Neubau „jeglicher Bezug von Innen und Aussen“. So verberge sich beispielsweise ein banales Treppenhaus mit Lift hinter einem Fassadenteil, das vorgebe ein Trenntor zu sein. - Die Verletzung der BZO-  sowie sonstiger Planungs- und Bauvorschriften seien erschreckend, „sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht“.

Mit seiner Beschwerde will der Heimatschutz dafür sorgen, dass anstelle der Fröschegrueb immerhin ein „architektonisch qualitätsvoller und die Vorschriften beachtender Ersatzneubau“  zu stehen kommt, der auf das gebaute Umfeld Rücksicht nimmt, ohne zu versuchen, ein baukultureller Zeuge aus einer andere Zeit zu sein. (mai/mgt)