Streit um Erweiterung und Sanierung des Kunstmuseums Thurgau

Streit um Erweiterung und Sanierung des Kunstmuseums Thurgau

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Weitere Runde im Streit um Sanierung und Erweiterung des Kunstmuseums Thurgau in der Kartause Ittingen: Gegen die Finanzierung ist eine Beschwerde hängig. Dies ist heute Mittwoch im Grossen Rat in Weinfelden bekannt geworden.

Die Beschwerde richtet sich gegen den Beschluss des Grossen Rats: Er hatte Anfang Monat mit dem Budget 2014 auch einem Objektkredit für die Sanierung des Kunstmuseums zugestimmt. Laut Finanzdirektor Bernhard Koch hat der Regierungsrat für die Behandlung der Beschwerde einen Rechtsanwalt eingeschaltet.

Klemenz Somm (Grünliberale/Kreuzlingen) wollte anlässlich der Budgetdebatte einen Objektkredit über 4,6 Millionen Franken für die Sanierung des Kunstmuseums Thurgau streichen. Verbunden mit der Sanierung ist auch eine Erweiterung, die zusätzliche rund 13 Millionen Franken kostet. Für ihre Finanzierung will der Regierungrat dem Lotteriefonds 11,3 Millionen Franken  entnehmen.

Während einer mehrstündigen Debatte kritisierten Parlamentarier, der Regierungsrat wolle das Kunstmuseum mit einem „Kunstgriff“ in den Lotteriefonds bauen; das sei rechtlich fragwürdig und moralisch bedenklich. Das Lotteriefondsgeld sei nicht für Grossprojekte gedacht.

Das Projekt „Kunstmuseum“ stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Der Regierungsrat machte Fehler im Submissionsverfahren und musste die Sache auf eine neue Schiene bringen. Für Kritik sorgte unter anderem, dass seit zwölf Jahren das selbe Architekturbüro von der Stiftung Kartause Ittingen mit Aufträgen betraut wird. Dennoch will der Regierungsrat auch weiterhin keinen Architekturwettbewerb ausschreiben. (mai/sda)