Strecke Stuttgart-Zürich: Ausbau der Gäubahn kommt langsam in Fahrt

Strecke Stuttgart-Zürich: Ausbau der Gäubahn kommt langsam in Fahrt

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Der Ausbau der Verbindung Stuttgart-Zürich nimmt auf deutscher Seite Gestalt an. Während die Bahnstrecke auf Schweizer Gebiet längst modernisiert worden ist, sollen die Arbeiten nun auch ennet der Grenze starten. Nach Inbetriebnahme verkürzt die erneuerte Bahnlinie die Fahrzeit zwischen Zürich und der schwäbischen Metropole um 20 Minuten.

Es ist eine beinahe unendliche Geschichte: der Ausbau der Bahnstrecke Zürich-Stuttgart. 1996 hatten sich die Schweiz und Deutschland zwar vertraglich geeinigt die Linie auszubauen und für kürzere Fahrzeiten zu sorgen. Doch passiert ist in erster Linie nur etwas auf Schweizer Seite, wo die Strecke Zürich-Schaffhausen ausgebaut wurde, im Nachbarland hat sich hingegen kaum etwas getan. In Berlin hatte man den Ausbau der Gäubahn zwischen Stuttgart und Singen  als „Vorhaben des potenziellen Bedarfs“ eingestuft, was so viel wie „nicht dringend“ bedeutet.

Doch nun scheint der Bahnausbau auch auf deutscher Seite langsam in Fahrt zu kommen. Dies berichtete der deutsche Südkurier in seiner aktuellen Ausgabe. Wie CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Jung erklärte, soll das 550 Millionen Euro schwere Projekt bis 2030 verwirklicht werden. Man werde bis 2030 noch eine Weile warten müssen, stellt Hans-Peter Storz gegenüber der Zeitung gest. Der ehemalige SPD-Abgeordnete hatte sich während Jahren für den Ausbau der Strecke eingesetzt. Er hoffe, dass die Planungsstufen nun schnell vorankommen und möglichst auch Neigezug auf der Verbindung eingesetzt wird. Vielleicht auch mit Unterstützung durch Zugmaterial aus der Schweiz.

Dennoch, ganz definitiv ist der Ausbau noch nicht: Es braucht noch das Ja des Bundestags. Dieser entscheidet am Freitag, 2. Dezember, über das Bauvorhaben. (mai)