Strassennetz: Bundesrat empfiehlt Projekte und Engpassbeseitigungen

Strassennetz: Bundesrat empfiehlt Projekte und Engpassbeseitigungen

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Der Bundesrat schlägt dem Parlament vor, drei weitere Projekte verbindlich zu beschliessen. Es handelt sich um die Erweiterungen zwischen dem Flughafen Genf und Le Vengeron, Luterbach und Härkingen sowie Andelfingen und Winterthur.

In den letzten 20 Jahren hat sich der Verkehr auf den Strassen der Schweiz mehr als verdoppelt. Die Nationalstrassen stossen auf vielen Abschnitten an ihre Kapazitätsgrenzen. Um zumindest die Funktionsfähigkeit zu erhalten, müssen die gravierendsten Engpässe beseitigt werden. Dafür stehen im Infrastrukturfonds 5,5 Milliarden Franken bereit.

Mit der ersten Programmbotschaft hatte das Parlament 2009 rund 1,4 Milliarden Franken für Spurausbauten zwischen Härkingen und Wiggertal, Blegi und Rütihof sowie auf der Nordumfahrung Zürich und für die Engpassbeseitigung in Crissier freigegeben.

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A1 bei Wettingen

Mit der heute verabschiedeten zweiten Etappe schlägt der Bundesrat dem Parlament vor, drei weitere Projekte verbindlich zu beschliessen und die dafür nötigen Gelder freizugeben. Es handelt sich um die Erweiterungen zwischen dem Flughafen Genf und Le Vengeron, zwischen Luterbach und Härkingen sowie zwischen Andelfingen und Winterthur. Die Kosten für diese Projekte belaufen sich auf 995 Millionen Franken (Preisstand 2005). Laut Preisstand 2012 inklusive Mehrwertsteuer entspricht dies rund 1,2 Milliarden Franken. Zusätzliche 40 Millionen Franken sollen für weitere Massnahmen zur Engpassbeseitigung im Raum Crissier freigegeben werden.

Der Bundesrat zeigt zudem auf, welche Erweiterungen mit dem verbleibenden Investitionsvolumen von gut drei Milliarden Franken finanziert werden sollen. Es sind dies Projekte im Raum Basel, Bern, Genf, St.Gallen, Winterthur und Zürich-Flughafen. Mit den insgesamt verfügbaren Geldern können stark überlastete Engpässe auf einer Länge von gut 100 Kilometern entschärft und Unfälle vermindert werden.

Trotz dieser Massnahmen wird die sich die Stauproblematik nicht entschärfen, da immer mehr Berufspendler und Lastwagen die Strassen füllen. In der offiziellen Sprache des Bundesamt für Strassen (ASTRA) heisst das: die gravierendsten Engpässe sind in den grossen Städten und Agglomerationen zu erwarten, weil dort der überregionale Verkehr vom Agglomerationsverkehr überlagert wird.(tw/pm)