Strandhäuschen aus rezykliertem Kunststoffmüll

Strandhäuschen aus rezykliertem Kunststoffmüll

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Fröhlichbuntes Design mit ernstem Hintergrund: so stellen sich die Architekten ihre Strandhäuschen vor. (zvg) 1/4

Kunterbunte Strandhäuschen aus rezykliertem HDPE sollen in Singapur nicht nur Erholungsbedürftige erfreuen, sondern auch auf das Abfallproblem in den Ozeanen aufmerksam machen. Das schlagen die Spark Architects vor.

Weil hochdichtes Polyethylen (HDPE) besonders stabil gegenüber Säuren und Chemikalien ist sowie als physiologisch unbedenklich gilt, lässt sich beinahe alles darin aufbewahren. Entsprechend häufig wird es verwendet. Und so macht es denn auch einen beachtlichen Teil des weltweit produzierten  Mülls aus, den das Meer tonnenweise an die Küsten schwemmt. Das gilt auch für den East Coast Park, einem Erholungsgebiet Singapurs. Eine seiner grössten Attraktionen ist ein 15 Kilometer langer, von Palmen gesäumter Sandstrand.

Geht es nach den Spark Architects mit Büros in London, Shanghai und Singapure soll er bunte Strandhäuschen erhalten. Ihre ausgefallene Forme inspirierten die Samen des Casurina-Baums, den man an vielen Stränden Südasiens findet. Als Baumaterial wollen die Architekten vor allem verwenden, was die Wellen ans Ufer tragen. In diesem Fall HDPE: Nach Farben sortiert, zu Granulat geschreddert und danach zu bunten Schindeln verarbeitet, soll es für den Bau der Häuschen verwendet werden. Das Gerüst auf welches die Schindeln angebracht werden, besteht allerdings aus Holz.

Die verspielten Häuschen sollen allerdings nicht nur das Auge und Erholungbedürftige erfreuen, sondern nebenbei auch noch auf das Abfallproblem in den Ozeanen aufmerksam machen. Und ob sie tatsächlich dereinst in Singapur zu stehen kommen sollen, wird sich erst noch zeigen. Einem Bericht des Design-Newsportals designboom.com  zufolge ist das Büro im Gespräche für eine Realisierung ihrer Idee in Australien. (mai)